Ganz Spontane singen wieder auf
Morgen wird in Hochfeistritz bei Eberstein beim 15. Kärntner Gstanzlsänger-Treffen wieder traditionell aufgesungen - und zwar spontan, gereimt und im Dialekt.
Der Bürgermeister und Gastwirt Andreas Grabuschnig hatte im Jahr 1997 die Idee, ein Gstanzlsänger-Treffen zu organisieren. Es war ein großer Erfolg und mittlerweile konnte auch schon so mancher Jugendliche dafür begeistert werden. Morgen wird bereits zum 15. Mal zum Kärntner Gstanzlsänger-Treffen nach Hochfeistriz bei Eberstein geladen.
"Das Gstanzlsingen geriet schon vor langer Zeit in Vergessenheit. Als wir aber 1997 die Ebersteiner Volksliedtage ins Leben gerufen haben, an denen in jeder Ortschaft in der Gemeinde eine bestimmte Veranstaltung stattfinden sollte, kam mir das Gstanzlsingen in den Sinn", sagt Grabuschnig, der auch den Gasthof Leikam führt. Morgen werden einstudierte, aber auch spontane Lieder vorgetragen.
Um die Wette singen
Das Besondere am "freien" Gstanzlsingen ist, dass es nur noch wenige beherrschen. "Da wir durch unsere Veranstaltung versuchen, das Gstanzlsingen weiterzutragen, haben sich auch schon einige junge Leute dafür begeistern lassen. Es gibt also bereits Nachwuchs", sagt Grabuschnig. Der Höhepunkt des Tages ist, wenn zwei gute "Spontansänger" aufeinandertreffen und um die Wette singen. "Da kann es um alle möglichen Themen gehen. Jeder singt eine Strophe und antwortet dem anderen spontan, gereimt und im Dialekt. So geht es dann hin und her", sagt Grabuschnig. Zu den bekannten Gstanzlsängern gehören unter anderen Franz Lobnig aus Griffen, Josef Thaler aus Kappl am Krappfeld, Anton Polessnig und Hubert Ladinig aus Diex und Agnes Stuck aus St. Ulrich.
Features
FAKTEN
Sonntag. 10 Uhr: heilige Messe mit Männergesangsverein Grafenstein; 11 Uhr: Frühschoppen; 13 Uhr: Gstanzlsingen, Chöre, Schuhplattler und Musikgruppen
Gstanzl. Das Gstanzl ist eine bayerisch-österreichische Liedform, wird häufig als Spottgesang bezeichnet.














