Friesach liegt auf dem "Trockenen"
Der Stadtgraben wird um 600.000 Euro saniert. Deshalb musste er fast trockengelegt werden.

Foto © Kleine ZeitungDerzeit führt der Stadtgraben nur wenig Wasser
Ein etwas ungewöhnliches Bild gibt es derzeit in Friesach zu sehen. Wasser findet man zurzeit im Stadtgraben sehr wenig. Grund dafür sind Sanierungsarbeiten an der historischen Mauer. In den nächsten Jahren sollen dort rund 600.000 Euro investiert werden.
"Bisher wurden 90.000 Euro investiert", sagt Irmgard Lechner-Pirker, Amtsleiterin in Friesach. Die Fast-Trockenlegung ist für die Bauarbeiten unumgänglich, zusätzlich konnte so auch eine genaue Bestandsaufnahme der Schäden gemacht werden. So ist der derzeitige Bauabschnitt nur der Anfang. Mit Hochdruckvermörtelung wird substanzschonend gearbeitet. "Dieses Verfahren wurde uns auch vom Bundesdenkmalamt vorgeschlagen", sagt Lechner-Pirker. Generell wird eng mit dem Bundesdenkmalamt in Sachen Schutz und Sanierung der mittelalterlichen Strukturen gearbeitet.
Keine Gefahr für Mauern
Eine Gefahr für die Mauern aufgrund des niedrigen Wasserstandes gibt es laut Lechner-Pirker nicht. Wann die Arbeiten fertiggestellt sind, steht noch nicht fest. "Saniert kann immer nur so viel werden, wie es die Mittel zulassen, wir möchten aber so schnell wie möglich alles abarbeiten", sagt Lechner-Pirker. Eines steht jedoch fest: Rund 600.000 Euro müssen in den nächsten Jahren mindestens noch fließen. Getragen werden die Kosten der Sanierung von Bund, Land und Stadtgemeinde.
Gespeist wurde der Stadtgraben der Burgenstadt einst von Grundwasserquellen, die allerdings unbeabsichtigt vor Jahren bei früheren Sanierungsarbeiten verschüttet wurden. Seitdem wird über Rohre Wasser der Metntiz in den Graben eingespeist. "Auch in diesem Bereich arbeiten wir an einer besseren Lösung", sagt Lechner-Pirker.
Features
FAKTEN
Stadtgraben. Untere Mauerteile stammen aus spätem 13. Jahrhundert, 15 Meter breit und 10 Meter tief. Seit Grundwasserquellen verschüttet wurden, wird er von Metnitz gespeist
Schäden. Unterspülung der Mauer, somit wird diese löchrig und instabil












