Freie Fahrt durch das Glantal
Vereinbarung zwischen Land und Stadtgemeinde Feldkirchen ist unterzeichnet. Nach mehr als zehn Jahren folgt Lückenschluss des Glan-Gurk-Radweges. Eine Chronologie.

Foto © SchusserDerzeit endet der Radweg in Glanegg. Das soll sich bald ändern
In den kommenden zwei Jahren geht ein weiteres Kapitel einer scheinbar unendlichen Geschichte zu Ende. Gemeint ist der Lückenschluss des Glan-Gurk-Radweges (R5) zwischen Glanegg und Feldkirchen. Die entsprechenden Vereinbarungen zwischen Stadtgemeinde und Land wurden unterschrieben. Im kommenden Jahr soll mit dem ersten Abschnitt begonnen werden. Bis zum endgültigen Lückenschluss rechnet man mit einer Bauzeit von zwei Jahren.
Und wenn die ersten Radfahrer durchgehend auf Radwegen von St. Veit nach Feldkirchen strampeln können, ist schon viel Wasser die angrenzende Glan entlanggeronnen - die Planungsphase dauerte schließlich mehr als zehn Jahre. Denn bereits im Jahr 2002 berichtete die Kleine Zeitung vom Lückenschluss zwischen Liebenfels und Feldkirchen.
Lange Vorlaufzeit
Nach ein paar Jahren Pause ging es 2005 wieder weiter. Landeshauptmann, damals wie heute Verkehrsreferent, Gerhard Dörfler, Bürgermeister Robert Strießnig, und der damalige Vizebürgermeister Herwig Seiser bekräftigten den Wunsch des Lückenschlusses des Weges, der zu dieser Zeit noch beim Bahnhof in Glanegg endete. Dörfler wollte die Bürgermeister zu einer Begehung einladen. Laut Zeitungsberichten sollte der Lückenschluss bereits 2006 erfolgen. Im Glanegger Gemeindegebiet spießte es sich vorerst an den Kosten. Die veranschlagten 200.000 Euro pro Kilometer waren für Bürgermeister Guntram Samitz zu hoch. Er wollte deshalb, wie auch Seiser, die Planungen selbst übernehmen. Man einigte sich darauf, die fertigen Pläne bis zum April 2007 beim Land einzureichen. Ansonsten wolle Dörfler dies wieder selbst in die Hand nehmen. Im Frühling 2009 wurde mit dem Bau des vier Kilometer langen Teilstückes auf Glanegger Gemeindegebiet begonnen und im Sommer 2010 fertiggestellt. Die Arbeiten auf Feldkirchner Gemeindegebiet wurden im Jahr 2009 für 2010 avisiert. 2010 wurde mit Schlägerungsarbeiten entlang der Strecke begonnen. Pläne und Bewilligungen lagen vor, die Finanzierung wurde im Gemeinderat behandelt. Im September fällte der Gemeinderat den einstimmigen Beschluss zum Bau des Weges. Vor wenigen Tagen wurde die Vereinbarung zwischen dem Land und der Stadtgemeinde endgültig unterzeichnet.
Soweit die Vergangenheit des Radweges. "Das Blockieren der Stadt ist nun Geschichte, jetzt wird gebaut", sagt Landeshauptmann, Verkehrsreferent Gerhard Dörfler. Für ihn wurde die lange Planungsphase durch Verzögerungen und Untätigkeiten vonseiten der Stadtgemeinde verschuldet. Herwig Röttl, Stadtrat und Straßenreferent, ist seit 2009 in das Projekt involviert und will die Vergangenheit ruhen lassen: "Ich bin froh, dass das Projekt nun endlich realisiert wird. Ich will im Nachhinein niemandem die Schuld geben." Gänzlich einig ist man sich jedoch, was die Bedeutung des Radweges durchs Glantal betrifft. Für Dörfler verbessert sich dadurch das Angebot für Radfahrer wesentlich und er hebt auch den touristischen und den sicherheitstechnischen Aspekt hervor. Für Röttl ist darüber hinaus auch noch die gesundheitliche Komponente von Bedeutung.













