Gewerbegrund als Fall für Richter
Stadtgemeinde Althofen will Grundstück im Gewerbepark zurück. Klage nicht ausgeschlossen.

Foto © APA/Symbolbild"Ein Richter soll entscheiden", meint Althofens Bürgermeister
Von einem "reinen Politikum" spricht Althofens Vizebürgermeister Ewald Obmann (SPÖ). Dienstagabend wurde im Finanzausschuss beschlossen, dass im Notfall über den Klageweg entschieden werden soll, wie es mit einem rund 4000 Quadratmeter großen Grundstück im Gewerbepark weitergehen soll.
2004 hatte Obmann das Grundstück mit seinem Unternehmen gekauft - mittlerweile ist sein Sohn der Geschäftsführer. Geplant war, darauf einen Betrieb zu errichten. "Es gab damals leider einen Schicksalsschlag in der Familie", so Obmann. Da das Grundstück bis heute nicht bebaut ist, will es die Gemeinde wieder zurück. Ende 2010 war nach einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss der Rückkauf eigentlich schon unter Dach und Fach. Doch mittlerweile scheiden sich die Geister. "Eine Summe von rund 47.000 Euro war bereits vereinbart. Doch jetzt soll die Stadt plötzlich 130.000 Euro dafür zahlen und keiner weiß warum", so FPK-Fraktionschef Rüdiger Nagy. Bürgermeister Manfred Mitterdorfer (Liste für alle) kann nicht verstehen, warum es nicht zu einer Einigung kommt: "Wir haben beim Preis ohnehin schon Kosten, die dem Besitzer entstanden sind, berücksichtigt."
Obmann hingegen ärgert unter anderem, dass die Stadt mehr als ein Jahr lang brauchte, bis bezüglich eines Verkaufs etwas weitergetan wurde und, dass Konditionen einfach geändert wurden. Von einer Summe von 130.000 Euro will er nichts wissen: "Ein Richter soll entscheiden."













