(Tibetische) Offenheit als Schlüssel zum Glück
Mit einem Vortrag über das Glücklichsein beendet der Dalai Lama am Sonntag seine Kärntentage. Am Samstag dankte er den Absolventen des Tibetzentrums.

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Glück kann durch die Schulung des Geistes erreicht werden, also durch persönliche Entwicklung. Das ist eine zentrale Botschaft des Dalai Lama, der über das "Wie" am Sonntag in Klagenfurt vor 5000 Besuchern seinen Vortrag zum Glücklichsein hält (Livestream im Internet: www.dalailama.at, 9.30 Uhr). Am Nachmittag reist er nach Salzburg weiter. Was in Kärnten als Fixpunkt zurückbleibt, ist das Tibetzentrum in Knappenberg. Am Samstag überreichte der Dalai Lama 70 Absolventen ihre Zertifikate. Die Kleine Zeitung befragte einige.
Psychologe mit neuen Ansätzen
Thomas Reif (40), Nürnberg. Der Niederbayer arbeitet in seinem Heimatort als Psychologe und hat aus dem Kurs über tibetische Medizin neue und wichtige Erkenntnisse für seine tägliche Arbeit gewonnen. Er zeigt sich fasziniert von der im Buddhismus gelebten Verbindung zwischen Philosophie und Medizin: "Ich kann diesen Lehrgang jedermann, auch Laien, weiterempfehlen."
Knappenberg wie Dharamsala
Hubert Horny (47), Kirchdorf an der Krems. Er arbeitet zu Hause als Heilmasseur und hat die Ausbildung in tibetischer Medizin sehr genossen, weil sie ihm neue Erkenntnisse über das Wesen menschlicher Erkrankung beschert hat. Begeistert zeigt er sich von der Lage des Ausbildungszentrums: "Knappenberg erinnert mich an Dharamsala, den Sitz der Tibetischen Exilregierung."
Neuorientierung im Beruf
Liana Trojaneska (52), Wien. Die gebürtige Polin ist beruflich im Finanzwesen tätig. Doch Zahlen und Buchhaltung sind nicht erfüllend. Deshalb möchte sie sich beruflich neu orientieren und hat deshalb den Lehrgang für tibetische Medizin belegt. Durch ihren Ehemann, der aus Wolfsberg stammt, ist sie bei der Landesausstellung in Hüttenberg mit dem tibetischen Schwerpunkt konfrontiert worden.
Von "tiefer Ethik" berührt
Gerald Francoj, Wien. Der gebürtige Rosentaler ist vor zwei Jahren mit der buddhistischen Philosophie in Berührung gekommen. In Wien arbeitet Francoj als Lebensberater und Mediator. Er pflegt engen Kontakt mit dem "Panchen Losang Chogyen Zentrum", das den Europäern die Geheimnisse des buddhistischen Glaubens vermittelt. Faszinierend findet der Kärntner die "Tiefe der Ethik" dieser Religion.
Neuer Zugang zur Genese
Manfred Schütte (49), Wien. Mit großem Interesse hat sich der studierte Theologe dem Lehrgang für tibetische Philosophie zugewandt. Nach dessen Absolvierung zeigt er sich begeistert "vom buddhistischen Zugang zur Genese". Denn im Gegensatz zum christlichen Glauben, der von einer Schöpfung ausgeht, lehrt der Buddhismus die "anfanglose Welt", was "mich sehr fasziniert hat".
Fundament für die Zukunft
Ingalisa Kurz (24), Großenzersdorf. Sie studiert Skandinavistik, möchte aber einen Beruf ausüben, in dem sie mit Menschen zu tun hat. Durch einen Informationsabend ist sie auf die tibetische Akademie in Knappenberg aufmerksam geworden. Den Lehrgang für tibetische Medizin, den sie jetzt absolviert hat, sieht sie als Fundament für weitere Fortbildungsmaßnahmen in der Zukunft.














