Hinter der Fassade bröckelt es
Mieter in Haus in St. Veiter Innenstadt klagen über schlechte Isolierung und Schimmelbildung in den Räumen. Eigentümer will nicht sanieren.

Foto © Phino
Schon einmal sorgte das Haus am Herzog-Bernhard- Platz in St. Veit, indem auch der Friseursalon Bein untergebracht ist, für Aufregung. Damals waren Teile des Daches eingestürzt. Nun klagen die Mieter über Schimmel und zu hohe Heizkosten wegen schlechter Isolierung. Der Vermieter weigert sich aber, das Haus zu sanieren.
"Wir haben Schimmelbildung in einigen Räumen, der Zustand ist für mich und meine Mitarbeiterinnen gesundheitsgefährdend", sagt Unternehmerin Barbara Seidl-Bein, der der Friseursalon in dem desolaten Haus gehört. Mittlerweile habe sie aufgrund der Umstände im Haus in zehn Jahren schon fünf Mal den Fußboden neu verlegen lassen müssen. Ein weiterer Mieter beschwert sich, dass seine neun Monate alte Tochter in der zugigen Wohnung aufwachsen muss: "Wir müssen zuheizen, weil die Fenster so schlecht isoliert sind. Derzeit zahlen wir für 82 Quadratmeter mit Heizung über 650 Euro pro Monat".
"Mieter sollen ausziehen"
Obwohl das Haus mit der gelben Fassade von außen relativ unbeschadet wirkt, sieht der Blick in den Innenhof schon etwas anders aus: Sperrmüll wird abgelagert, Leitungen wurden frei verlegt und an den Gebäudewänden bröckelt es. Hauseigentümer Alfons Wieland versteht die Aufregung nicht: "Ich habe sofort reagiert und einen Maler beauftragt, bei Frau Seidl tätig zu werden. Der Schimmel entsteht, weil schlecht gelüftet wird. Wir haben überdies den kältesten Winter seit vielen Jahren, da muss eben zugeheizt werden." Nachsatz: "Im Grunde wäre es mir recht, wenn die Mieter ausziehen, denn sie genießen Mieterschutz. Bei den geringen Mieten, die ich vorschreiben darf, zahlt sich eine Sanierung nicht aus. Da bekomme ich mein Geld nie mehr zurück."











