Bezirk will keine "Privat-Sheriffs"
Klares "Nein" zur Idee von Landesrat Ragger. Probleme mit Jugendlichen will man anders lösen.

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Privat-Sheriffs" sollen in Kärnten die Einhaltung des Jugendschutzes kontrollieren. Diese Idee von Landesrat Christian Ragger soll zuerst in Wolfsberg, dann in ganz Kärnten umgesetzt werden (die Kleine Zeitung berichtete). Die Bürgermeister der Städte im Bezirk kennen auch Probleme mit Jugendlichen. Raggers Idee erteilen sie aber eine Absage. Stattdessen wünschen sie sich ein klarer geregeltes, rigoroseres Jugendschutzgesetz sowie mehr Polizeipräsenz.
"Vor Weihnachten hatten wir Probleme mit jungen Leuten, die die Dekoration zerstört haben", sagt Althofens Bürgermeister Manfred Mitterdorfer. Jene Täter, die die riesigen Schneemänner umgeworfen und beschädigt haben, wurden ausgeforscht und müssen mit Strafen rechnen. Dennoch ist Mitterdorfer der Meinung, dass in kleineren Städten die Polizei mit derartigen Problemen zurechtkomme.
Dieser Ansicht ist auch St. Veits Bürgermeister Gerhard Mock. Er wünscht sich daher noch mehr Polizeipräsenz und mehr Fußpatrouillen in der Innenstadt: "Denn bei der Polizei sind im Gegensatz zu einem privaten Wachdienst die Kompetenzen klar geregelt."
Klareres Gesetz gefordert
Die Meinung, dass die Polizei als Wachorgan genüge, teilen die Bürgermeister Josef Kronlechner (Friesach) und Franz Pirolt (Straßburg) - zumal es im Bezirk zum Glück keine derart massiven Probleme, wie derzeit in Villach gebe. Wie berichtet, wurde dort vor Kurzem ein 25-Jähriger in einer Diskothek attackiert und verletzt und ein 17-Jähriger hatte einen 19-Jährigen mit einer Schneestange bewusstlos geschlagen.
Vorfälle gab es im Umfeld des Jugendheims "Die Burg" in Straßburg dennoch (wir berichteten). Das Problem dabei sei, so Pirolt, dass der Polizei aufgrund des aktuellen Jugendschutzgesetzes vielfach die Handhabe fehle: "Wenn Jugendliche bemerken, dass viele Dinge keine Konsequenzen haben, werden sie das immer wieder tun." Seiner Meinung nach greife das Erwachsenenstrafrecht zu spät: "Wenn man mit 16 Jahren wählen darf, sollte man auch Verantwortung für sein Handeln tragen können."












