Friesach blüht mit Peter Kasper auf
In der Unterliga Ost geht's zwischen Friesach und Kiebitz um die Tabellenspitze.
FRIESACH. Gleich sechs Mal ertönte der Zillertaler Hochzeitsmarsch aus den Lautsprechern der Friesacher Eishockey-Anlage im Match der Hausherren gegen Kiebitz-Althofen. Bei jedem Tor des FAC wird das Band gestartet, sehr zur Freude der Fans, die neuerdings in großer Zahl die Freiluftarena unterhalb der neuen Burg stürmen.
Beim 6:1 im Schlager der Unterliga Ost kamen viele aber auch "Peter-Kasper-Schauen", der drei Treffer erzielte. Der 37-jährige promovierte Jurist aus Klagenfurt, der mit Patrick Pilloni viele Hockeycracks managt, ist quasi der neue Star der Friesacher. Kasper beendete 2007 bei Salzburg seine große Bundesliga-Karriere. "Ich will nur hobbymäßig spielen, ehrliches Hockey unter freiem Himmel", sagt Kasper. Mit FAC-Goalie Thomas Weratschnig kam Kasper im Sommer rein zufällig ins Gespräch. "Für uns war's wie Ostern und Weihnachten, als Kasper fragte, ob er in Friesach spielen dürfe", sagt FAC-Coach Erich Schabernig: "Sechs Tore erzielte Kasper bisher, aber was noch mehr zählt, ist seine Vorbildwirkung.
Im Team herrscht eine regelrechte Euphorie, die ganze Mannschaft wird belebt!" Hockey ist in Friesach im Aufbruch: Neben einem neuen Platz soll's auch eine zweite Mannschaft geben. Friesach ist Erster, drei Punkte vor Kiebitz-Althofen. Beide haben die Play-off-Plätze schon fix. Heute Freitag muss Friesach nach Grafenstein, Kiebitz ist bei Angstgegner Micheldorf (19.30) zu Gast.
GERT KÖSTINGER














