Uhren-Riedl bricht mit Mock in eigene Ruine ein
Unternehmer knackt Bogenschloss von Taggenbrunn, um vor Ort mit Expertengruppe zu tagen. Riedl und Pächter verbinden monatelange Mietstreitigkeiten.

Foto © Traussnig
Wie unangenehm! Da stand "Lemans"-Uhrenfabrikant Alfred Riedl mit Beamten, Architekten und Bürgermeister Gerhard Mock vor seinem zukünftigen Schmuckstück, der Ruine Taggenbrunn - doch der Pächter, der ihnen aufsperren sollte, war nirgends zu sehen. "Der wollte mir wohl einen Streich spielen", brummte Riedl und ließ das "marode Schloss" von einem Fachmann mit dem Hammer öffnen.
Doch schon folgt der zweite Streich: Ein Unbekannter fotografierte die vermeintlichen Eindringlinge in flagranti und wähnte sich im Besitz eines wertvollen dokumentarischen Beweismittels. "Der muss wohl im Busch gehockt haben", spottet Riedl - und raubt dem Paparazzo jede Hoffnung: "Wir streiten das ja gar nicht ab." Stattdessen erklärt er lieber: "In dem Vertrag, den ich übernommen habe, steht, dass der Eigentümer jederzeit Zutritt zu den öffentlich zugänglichen Bereichen des 80 Hektar großen Areals haben muss - außer zu den beiden Räumen des Pächters. Aber da will eh keiner hin."
Riedl und Pächter verbinden monatelange Mietstreitigkeiten.
Auf die Frage, ob "Komplize" Mock das Schloss aufgebrochen hat, antwortete dieser verhörtaktisch geschickt mit: "Ich nicht. Da müssen Sie Herrn Riedl fragen." Inhaltlich weiß er mehr: "Riedl wollte vor seinem Treffen mit dem Bundesdenkmalamt seine Sanierungspläne besprechen."
Riedls Schlusswort: "Ich habe ein wertvolleres Schloss anbringen lassen. Die Schlüssel hat der Pächter."














