Anonymer Brief regt auf
In den vergangenen Tagen erging ein anonymes Schreiben an mehrere Kärntner Zeitungen. Inhalt sind Anschuldigungen gegen den Brückler Bürgermeister Wolfgang Schaller (SPÖ) - mit fast 37 Jahren im Amt Österreichs längst dienender Gemeindechef.

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Ihm und der Amtsleiterin wird darin etwa "massives Mobbing" an einer Bauamtsmitarbeiterin vorgeworfen. Schaller dementiert dies vehement. Für ihn sei es völlig überraschend gewesen, als diese Mitarbeiterin gekündigt hat: "Sie hat nie gesagt, dass etwas nicht passt." Schaller hat nun rechtliche Schritte gegen den anonymen Briefschreiber eingeleitet: "Ich habe das alles einem Rechtsanwalt übergeben. In meiner ganzen Laufbahn hatte ich mit so etwas noch nie zu tun."
"Vize" warf das Handtuch
Weiters werden im Brief Mandatare genannt, die in den vergangenen Monaten ihr Amt zurückgelegt haben - laut dem anonymen Schreiber aufgrund "großer Meinungsverschiedenheiten" mit dem "Dorfkaiser" Schaller. Das entspreche nicht der Wahrheit, sagt Hauptschuldirektorin Jovita Trummer, die ebenfalls genannt wird. Sie ist im März aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. "Wir haben nach wie vor das beste Verhältnis", so Schaller. Mit dem Ersten Vizebürgermeister Harald Tellian (SPÖ) habe es Diskussionen gegeben, so Schaller: "Aber diese müssen wir in der Politik ja führen." Tellian bestätigt eine Meinungsverschiedenheit, woraufhin er nach 15 Jahren in der Gemeindepolitik das Handtuch geworfen hat: "Es ging dabei um die Organisation der Altenweihnacht. Es war eine schöne Zeit. Dass es wegen so einem Blödsinn aus ist, ist schade, aber wenn er das so will . . ."
SPÖ-Bezirksgeschäftsführer Dietmar Mitteregger ist froh, dass Tellian SPÖ-Mitglied bleibt. Die Bezirks-SPÖ stehe aber natürlich auch hinter Schaller: "Er managt die Gemeinde hervorragend."














