Mock: "Ich kann nicht Anzüge verkaufen"
St. Veits Bürgermeister Mock spricht über Kaufleute, die Zukunft der Stama und Öffnungszeiten.

Foto © KLZDas erste Weihnachtsportal der Kaufmannschaft
Das Einkaufszentrum Innenstadt in St. Veit soll nun doch weiter vermarktet werden (wir berichteten). Die Kleine Zeitung sprach mit Bürgermeister Gerhard Mock über das Projekt, die Stama und das turbulente Jahr der Kaufmannschaft "Aktion 82".
Das Einkaufszentrum Innenstadt soll nun doch weiter beworben werden. Ist das Projekt nicht, wie oft kritisiert, eingeschlafen?
GERHARD MOCK: Es macht keinen Sinn, die "Aktion 82" zu bewerben, diese Marke kennt kein Mensch. Aber jeder weiß, dass Kunden gerne in Einkaufszentren gehen. Die Marke ist professionell und gut.
Warum musste die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kaufleuten neu organisiert werden?
MOCK: In den vergangenen Jahren sind die Beiträge zurückgegangen. Ich bin wie Kaufmannschaftsobmann Martin Sabitzer enttäuscht, denn die Stadt hat alles gemacht. Das ist unkollegial. Alle Betriebe, die Gastronomie und die Ketten müssen mitmachen. Das muss die Kaufmannschaft schaffen.
Was fehlt derzeit, um mehr Kunden anzulocken?
MOCK: Das Wichtigste wären gemeinsame Öffnungszeiten. Man darf sich nicht wundern, wenn die Leute am Samstagnachmittag nach Klagenfurt fahren. Aber das kann ich nicht beeinflussen. Ich kann mich nicht hinstellen und Anzüge verkaufen. An den Adventsamstagen werden die Geschäfte aber wieder bis 17 Uhr offen haben, im Vorjahr haben da alle mitgemacht.
Die Stama wurde im Zuge des Einkaufszentrums gegründet. Wie geht es mit ihr weiter?
MOCK: Die Stama bleibt, wie sie ist, außer die Kaufmannschaft will das nicht mehr. Für uns allein machen wir das nicht. Wir sind inzwischen die einzige Stadt, die einen Citymanager zur Verfügung stellt. Die Stama wird in Zukunft auch die neue Schau für erneuerbare Energie bewerben.
Wie sollte es mit der Kaufmannschaft weitergehen?
MOCK: Die Kaufleute müssen wieder mehr zusammenstehen, damit St. Veit als Einkaufszentrum funktioniert. Oft ist eine Flaute gar nicht schlecht, um neue Ideen zu finden und sich wieder mehr anzustrengen. Aber das wird sich schon wieder einrenken.













