Das Vivarium ist bald Geschichte
Am 3. Oktober schließt das schuldengebeutelte Vivarium in Mariahof an der Grenze zur Steiermark seine Pforten. Danach sind ein Umbau und eine Neuorientierung des Vivariums geplant.

Foto © KK/Vivarium
Aus und vorbei. Das Vivarium in Mariahof wird in seiner jetzigen Form nicht weiterleben, denn am 3. Oktober schließt die touristische Einrichtung ihre Pforten. Danach steht eine mehrmonatige Neuorientierungs- und Umbauphase bevor, voraussichtlich bis Juni soll ein komplett neues Konzept umgesetzt werden. Vermutlich ist damit dann auch der Name "Vivarium" Geschichte. Es war schon längere Zeit klar, dass ein inhaltlicher Neustart folgen muss. Schon vor der Eröffnung des Vivariums Mariahof im Jahr 2005 gab es Stimmen, die prophezeiten, dass das Projekt in einem Finanzdesaster enden wird.
Mangelnde Auslastung
Dies bewahrheitete sich schließlich auch. Eine mangelnde Auslastung stand enormen Betriebskosten gegenüber. Die Verbindlichkeiten beliefen sich schließlich auf rund 3,6 Millionen Euro, der Konkurs drohte. "Die Entschuldung ist noch im Gange", so Reinhard Ferner, Vorsitzender des Tourismusverbandes Naturpark Grebenzen und Vivarium-Verantwortlicher. Möglich gemacht wird die Entschuldung dadurch, dass Banken auf ihre Forderungen verzichten sowie durch Finanzspritzen des Landes (die Kleine Zeitung berichtete). Der Neustart soll also frei von Schulden erfolgen. Welche Veränderungen genau vorgenommen werden, wird erst Ende September der Öffentlichkeit präsentiert.
Geschlossen
Eines steht aber jetzt schon fest: Kein Stein bleibt auf dem anderen. Betriebskostenintensive Areale wie das Regenwaldhaus werden geschlossen. Piranhas, Vogelspinnen, Krokodile & Co. müssen also Mariahof Adieu sagen – wie wohl auch einige der Mitarbeiter. Bereits von Jänner bis Mai hatte das Vivarium im heurigen Jahr geschlossen. Seit der Wiedereröffnung zählte man rund 15.000 Besucher, womit man im Plansoll liegt.
Features
Vivarium
Nur noch bis 2. Oktober hat das Vivarium in Mariahof in seiner jetzigen Form geöffnet.
Derzeit besteht somit die letzte Gelegenheit, die dort gezeigten exotischen Tiere, wie etwa Weißbüscheläffchen oder Piranhas, in der Einrichtung zu bestaunen sowie die Sonder- ausstellung "Grenzgenial" zu besuchen.











