Hochrindl auf dem Weg zum Naturpark
Naturpark Hochrindl scheint auf Schiene: Konzept fertig, Verhandlungen sollen bald abgeschlossen sein, Umsetzung für 2012 geplant. Park soll für wirtschaftlichen Aufschwung sorgen.
Er dient der Erhaltung der Natur, der wirtschaftlichen und touristischen Vermarktung und ist eine Auszeichnung für die Landschaft und auch für die Menschen, die dort leben und arbeiten." Das sind für Rudolf Reiner die größten Vorteile, die ein Naturpark mit sich bringt. Reiner ist Albecker Vizebürgermeister und - gemeinsam mit den Bürgermeistern Siegfried Unterweger (Albeck) und Hans Prodinger (Deutsch-Griffen) - an der Entwicklung des Konzeptes für den Naturpark beteiligt. Derzeit laufen die Abschlussverhandlungen, spätestens im Sommer 2012 sollte es, so Reiner, den Naturpark geben. Er wäre, neben dem Dobratsch und dem Weißensee, der dritte in ganz Kärnten.
Für die Einrichtung des Parkes, der die Gemeindegebiete Albeck und Deutsch-Griffen umfasst, braucht es jedoch eine Kernzone. Diese hat derzeit noch nicht die richtige Größe. Durch die Eingliederung der Bösenbacher Alm - welche ihrerseits vorher in ein Landschaftsschutzgebiet umgewandelt werden muss - will man diese erreichen. "Die Gespräche mit dem Grundstückseigentümer, nämlich dem Bistum Gurk, verliefen positiv. Die entsprechenden Verträge sollen in den kommenden Monaten unterschrieben werden", so der Vizebürgermeister. Vonseiten des Bistums bestätigt man, dass es Verhandlungen gibt. "Projekte, die die Nachhaltigkeit und die Erhaltung des ländlichen Raumes fördern, sind im Sinne des Bistums", so Ernst-Hans Lackinger, Leiter des Bistums Gurk.
Kreativität gefragt
Somit könnte im kommenden Sommer mit der Umsetzung des Konzeptes begonnen werden. Dies beruht auf vier Pfeilern, nämlich dem Naturschutz, der Erholung und dem Tourismus, der Bildung sowie der Regionalentwicklung. Einige "Ziegelsteine" dieser Pfeiler sind schon vorhanden, wie etwa ein Shuttlebus zum "Weißen Kreuz", der Märchenpark "König Waldgeist", die Hiasl-Alm-Matura oder das Engeldorf Albeck. Andere Projekte warten erst auf die Umsetzung. Dazu zählen etwa die Einrichtung eines Naturpark-Spielplatzes, die Vermarktung von kulinarischen Spezialitäten der Region sowie die Umwandlung der Volksschulen Deutsch-Griffen und Sirnitz in Naturpark-Volksschulen. Reiner betont jedoch, dass die Umwandlung in einen Naturpark erst der Startschuss sei: "Mit der reinen Umwandlung ist noch nicht alles gelöst. In Zukunft sind der Einsatz und die Kreativität aller Beteiligten gefragt. Die Erfahrung in anderen Naturparks hat gezeigt, dass es eine Anlaufzeit von etwa zehn Jahren braucht, bis sich die Marke etabliert hat und sich die Leute damit identifizieren können."
Features
FAKTEN
Die Variante. Erweiterte Variante beinhaltet die Landschaftsschutzgebiete Hochrindl-Seebachern und Turracher Schwarzsee sowie ein noch auszuweisendes Schutzgebiet im Bereich der Bösenbacher Alm (rund 1520 Hektar Schutzgebietsfläche). Die anderen beiden Varianten wurden verworfen
Der Sinn. Die Erhaltung der Natur, eine Auszeichnung für die Landschaft und die Leute, die dort leben und arbeiten, sowie die wirtschaftliche und touristische Vermarktung
Die Definition. "Landschafts-, Naturschutz- oder Europaschutzgebiete sowie geschlossene Teile davon, die für die Erholung und Wissensvermittlung besonders geeignet und allgemein zugänglich sind." (Paragraf 26 des Kärntner Naturschutzgesetzes)












