Die Milchstraße wird asphaltiert
Seit 1984 gefordert, jetzt realisiert: Verbindungsweg in Frauenstein wird um 450.000 Euro saniert.

Foto © PhinoHubert Auswarth (48) ist Obmann der Weggenossenschaft Milchstraße und einer der betroffenen Bauern
Um 450.000 Euro wird in Frauenstein ein eineinhalb Kilometer langes Teilstück der sogenannten Milchstraße, der Verbindungsstraße zwischen Schloss Frauenstein und Schaumboden, saniert. Einer 27 Jahre alten Forderung der betroffenen Landwirte wird damit von Land und Gemeinde Rechnung getragen.
"70 Prozent kommen aus dem Agrarressort und über EU-Förderungen des Landesrates Josef Martinz. 20 Prozent finanziert die Gemeinde, zehn Prozent steuern die drei angrenzenden Landwirte bei", sagt Bürgermeister Karl Berger. Für Martinz - er vollzieht heute um 16 Uhr einen verspäteten Spatenstich - ist die Erneuerung des Weges ein Beitrag, "die Landwirte in der Region wettbewerbsfähig zu halten".
Die Milchstraße war bei fast jeder Wetterlage ein Problemfall. Die Staubentwicklung bei Trockenheit belastete Spaziergänger, bei Regen wurde die Fahrbahn oft ausgewaschen und schwer passierbar. Heuer wurde der Wegunterbau zwischen dem Hof vulgo Fercher (im Besitz von Nationalrat Harald Jannach) und der Kreuzung bei Schloss Frauenstein saniert. "2012 kommt der Asphalt", sagt Hubert Auswarth, Obmann der Weggenossenschaft Milchstraße. Er dankt besonders Raimund Meierhofer, der im Gemeinderat dafür gesorgt habe, dass die Weichen in Richtung Sanierung gestellt wurden: "Denn die Gemeinde hat auch andere sanierungsbedürftige Straßen."
Der alte Weg wurde von den Einheimischen immer Milchstraße genannt, weil er ursprünglich gebaut wurde, um die Höfe für die Milchwagen zu erschließen. Seit 1984 bemüht sich die Genossenschaft um eine Asphaltdecke. "Derzeit versorgen die Landwirte 90 Milchkühe, aber auch für den Tourismus, den Schulbus, Jogger und Radfahrer ist die Straße wichtig", sagt Auswarth. Wann der Abschnitt vom Hof vulgo Fercher nach Schaumboden saniert wird, steht derzeit noch in den Sternen.
Features
Die Sanierung
Milchstraße. Verbindet Schloss Frauenstein mit Schaumboden, 1,5 Kilometer werden saniert
Kosten. 450.000 Euro
Finanzierung. 70 Prozent Agrarreferat und EU-Förderungen, 20 Prozent Gemeinde, zehn Prozent betroffene Landwirte














