Naturbad trotz Hitze geschlossen
Wegen schwerer Mängel wurde das Glödnitzer Bad zugesperrt. Die Gemeinde will zwar sanieren, kritisiert aber die neuen Auflagen.

Foto © Philipp NovakIm Naturbad Glödnitz kann man derzeit nur die Landschaft genießen. Der Badebetrieb sei wegen morscher Stege für heuer eingestellt
"In Glödnitz stehen mitten in der Saison Badegäste vor verschlossenen Türen", kritisiert Vizebürgermeister Manfred Gradenegger (SPÖ). Das Naturbad musste wegen Mängeln vor einer Woche geschlossen werden. Die Bezirkshauptmannschaft erteilte die Betriebsgenehmigung nicht. Nun will man möglichst rasch die Mängel beseitigen.
"Das Problem ist, dass die Auflagen immer strenger werden", sagt Amtsleiter Franz Tamegger, der für das Bad verantwortlich zeichnet. Hinzu komme, dass die neue Pächterin erst spät gefunden wurde und der TÜV-Bericht erst zu Beginn der Saison eingelangt sei. Somit hatte man gewisse Änderungen nicht mehr rechtezeitig durchführen können, so Tamegger: "Außerdem gibt es Kurse für den Badewart nur im Frühling und im Herbst." Die Pächterin habe also keine Möglichkeit gehabt, jemand ihrer Leute zum Kurs zu schicken.
Steine in den Weg gelegt?
Seitens der Bezirkshauptmannschaft wird bestätigt, dass im Bad "schwere Mängel" beanstandet wurden, aber auch, dass die Auflagen immer wieder den technischen Möglichkeiten angepasst werden und es somit zu Neuerungen komme. Laut Bürgermeister Hans Fugger (ÖVP) lege man kleinen Badbetreibern Steine in den Weg: "Unseren Sprungturm mussten wir wegen einer neuen EU-Norm abtragen. In Gurk mussten sie ein Sprungbrett abbauen, das vorher gepasst hat." Unter anderem müsse man einen Erste-Hilfe-Raum schaffen oder den Stiegenaufgang beim Steg verplanken, damit man nicht darunter durchschwimmen kann, so Fugger: "Am Wörthersee ist der Aufgang bei fast keinem Bad verplankt. Aber bei uns wird das beanstandet. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen."
Fugger bedauert, dass man die Saison 14 Tage vor dem geplanten Saisonende beenden musste und sichert zu, dass das Naturbad so rasch wie möglich auf den neuesten Stand gebracht werde. Saisonkartenbesitzer erhalten 20 Prozent des Kartenpreises rückerstattet.













