Rückgang bei Firmeninsolvenzen
KSV-Insolvenzstatistik erstes Halbjahr: Im Vergleich zum Vorjahr sanken die eröffneten Verfahren im Bezirk St. Veit um rund 45,5 Prozent.
Machen wir einen Blick zurück: Nach den ersten sechs Monaten im vergangenen Jahr war die Situation mit elf Firmeninsolvenzen fast gleich wie noch im Jahr 2009. Damals wurden im Bezirk St. Veit im ersten Halbjahr zehn Insolvenzen verzeichnet.
Heuer sieht es rosiger aus. Bei den Eröffnungen gab es einen Rückgang um rund 45,5 Prozent. "Nur" über sechs Unternehmen wurde der Konkurs eröffnet. "Mit der Konjunktur wird es besser. Wir liegen aber trotzdem noch auf einem hohen Niveau", sagt Barbara Wiesler-Hofer, Leiterin der Klagenfurter Niederlassung des Kreditschutzverbandes (KSV) von 1870. Wiesler-Hofer wagt eine Prognose für das Jahresende: "Was die Anzahl der eröffneten Firmenkonkurse betrifft, wird man etwas unter dem Niveau des vergangenen Jahres liegen."
Schulden gestiegen
Einen bitteren Beigeschmack gibt es allerdings in der aktuellen Statistik. Die eröffneten Konkurse fallen zwar deutlich geringer aus, aber die Schulden sind angestiegen. Von rund 10,2 Millionen Euro auf etwa 12,5 Millionen Euro. Grund dafür ist die Insolvenz der Vito Holzindustrie GmbH mit Sitz in St. Veit Mitte Mai (die Kleine Zeitung berichtete). Satte 10,3 Millionen betragen die Schulden. Bei Vito wurde mittlerweile das Verwertungsverfahren eingeleitet, der Sanierungsplan ist noch offen. Diese Insolvenz ist übrigens nicht nur die größte im Bezirk, sondern auch die größte in Kärnten.
Generell liegt der Bezirk St. Veit im kärntenweiten Trend: Es gibt weniger Firmeninsolvenzen, aber dafür hat es deutlich größere Unternehmen getroffen.













