Mannsberg ist nun offiziell geschützt
Gestern wurde das neue "Natura 2000"-Euro-pa-Schutzgebiet auf dem Krappfeld eröffnet.
KAPPEL AM KRAPPFELD. Ein Steinbruch hätte einst dort entstehen sollen, wo Schwarzstörche nisten oder Feuersalamander in der Sonne liegen. Die Anrainer konnten das verhindern. Mit seinen 683 Hektar ist das Gebiet Mannsberg-Boden auf dem Krappfeld nun das größte Naturschutzgebiet Kärntens in Tallage.
Auf Schloss Mannsberg der Unternehmerfamilie Stingl, die sich für das Naturschutzgebiet engagiert, ging gestern die offizielle Eröffnung über die Bühne. "Damit schützen wir unseren Lebensraum und den von vielen Tieren", sagte Hannes Löschenkohl als Sprecher der Grundeigentümer und Landwirte und einer der größten Kämpfer für das Naturschutzgebiet. Er machte auf die weltweite Ressourcenverschwendung aufmerksam und unterstricht damit die Bedeutung solcher Projekte. Denn die Bauern, die dort leben, können künftig trotz des Naturschutzgebietes Landwirtschaft betreiben.
Landeshauptmann-Stellvertreter Uwe Scheuch überreichte an die Grundbesitzer, die allesamt freiwillig mitgemacht haben, Urkunden. Auch die Bürgermeister Martin Gruber (Kappel), Konrad Seunig (St. Georgen), Hilmar Loitsch (Klein St. Paul), Landtagsabgeordnete Wilma Warmuth und Bistum Gurk-Geschäftsführer Ernst lackinger waren dabei. Grüne-Chef Rolf Holub kündigte an, ein Märchenbuch über den Mannsberg zu verfassen: "Denn hier sieht es aus wie im Märchen." KARIN HAUTZENBERGER












