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Zuletzt aktualisiert: 24.03.2011 um 11:24 UhrKommentare

Keck! Romeo will seine Juliska

Theatergruppe "keck&co" aus St. Georgen zeigt heuer selbst verfasstes Stück "Romeo und Juliska". Es spielt im Gurktal der 1950er-Jahre und greift das Thema Zweisprachigkeit auf.

Romeo Hermann Traninger mit seiner holden Juliska, Tini Cervenka

Foto © PhinoRomeo Hermann Traninger mit seiner holden Juliska, Tini Cervenka

Die Bauernkinder Romeo und Juliska lieben einander und finden doch nicht zueinander. Die Tochter eines slowenischen Bauern, der im Gurktal der 1950er-Jahre einen Hof erbt und sich integrieren will, scheitert in ihrer Liebe zum "übrig gebliebenen" und viel älteren Romeo. Die "windische Familie" ist im Gurktal eher unerwünscht, gesellschaftliche Barrieren und Standesdünkel machen dem Paar zu schaffen. Romeo wandert schlussendlich nach Afrika aus, um als Sozialarbeiter zu arbeiten, Juliska studiert Psychologie in Klagenfurt.

Das ist in kurzen Worten der Inhalt des 90-Minuten-Dramas der Theatergruppe "keck&co" aus St. Georgen am Längsee. Es orientiert sich nur peripher an Shakespeares "Romeo und Julia". "Wir spielen das Stück bewusst in Kärntner Mundart und teilweise in Slowenisch, um so ein farbiges Sprachspiel zu inszenieren", sagt Erwin Beiweis. Er schrieb zusammen mit Hermann Traninger dieses Stück.

Schwank und Komödie

In einer Schreibzeit von drei Monaten ist diese Kärntner Version des Shakespeare-Stücks entstanden. Beiweis und Traninger haben die Kärntner Liebesgeschichte pointiert auf und in das Gemütsleben der Kärntner geschrieben. "Wir haben das Stück irgendwo zwischen bäuerlichem Schwank und klassischer Komödie angesiedelt, aber mit ernstem Hintergrund", sagt das Autorenduo. In den Hauptrollen sind Hermann Traninger und die Klagenfurter Schülerin Tini Cervenka zu sehen. Die Rolle des Romeo ist ein Tribut an das komödiantische Talent des Technikers Traninger. Tini Cervenka wurde im Vorjahr bei einem Casting entdeckt. Es ist nicht ihre erste Rolle bei "keck&co". "Traninger und Cervenka standen auch bei der Jedermann-Produktion des Vorjahres auf der Bühne. Da haben wir 3000 Zuseher gezählt. Das ist auch heuer unser Ziel", sagt Beiweis.

Fixe Spielstätte

Mit dem St. Georgener Jedermann haben "keck&co" auch den Innenhof des Stiftes für das Schauspiel neu erschlossen. "Wir empfangen von Vertretern des Stiftes und des Tourismusvereins viele Signale, dass wir hier eine dauerhafte Spielstätte einrichten sollen", sagt Traninger. Festlegen wollen sich die rund 50 Mitglieder des Ensembles aber nicht. "Wenn wir einmal keine Idee für ein Thema haben, dann zwingen wir uns nicht auf die Bühne, sondern legen eine Pause ein", sagt Beiweis. Dieser hat zwischen 1986 und 2010 insgesamt 17 eigene Produktionen auf die Beine gestellt. Dass die Ideen ausgehen, ist aber eher unwahrscheinlich. Noch dazu, wo der Innenhof des Stiftes St. Georgen einen schönen Rahmen für die Theaterproduktionen bietet.

Romeo und Juliska wird am 14. Juli dieses Jahres Premiere feiern, Karten gibt es ab 1. April. Acht weitere Vorstellungen stehen auf dem Programm.

PHILIPP NOVAK

Auf einen Blick

Autoren. Das Theaterstück "Romeo und Juliska" wurde von Erwin Beiweis und Hermann Traninger verfasst

Spielstätte. Innenhof des Stiftes St. Georgen am Längsee

Premiere. Am 14. Juli. Insgesamt neun Vorstellungen

Karten. Ab 1. April bei Ö-Ticket und unter der Telefonnummer 0676-820 529 75

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