Straßburger legten einen Galgen frei
Die Jungfeuerwehr suchte und fand ein historisches Denkmal. Meterhohe Säulen sind nun wieder sichtbar. Zum letzten Mal sah man den Galgen vor etwa 15 Jahren, als ein Sturm die Wälder ringsum gefällt hatte.

Foto © FF Straßburg/KK Feuerwehrleute beim Galgen: Müller, Schuster, Florian Monai, Josef und Johannes Landsmann, Muster, Otto und Friedrich Monai (von links)
"Im Internet haben einige unserer Jungfeuerwehrleute vom alten Galgen in Straßburg erfahren und sich auf die Suche danach gemacht", sagt Martin Truppe, Pressereferent der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Straßburg. Da sich die Reste der alten Hinrichtungsstätte im Wald befinden und völlig zugewachsen waren, wurde man nicht gleich fündig.
Also machten sich die Jungfeuerwehrmänner Stefan Schuster, Florian Monai, Alexander Otto sowie Josef und Johannes Landsmann gemeinsam mit FF-Kommandant Friedrich Monai und den Feuerwehrmännern Truppe, Thorsten Müller und Richard Muster auf den Weg, um noch einmal zu suchen. Schließlich wurde man fündig. "Mit Äxten und Bogensägen haben wir eineinhalb Stunden lang gearbeitet, um die beiden Säulen frei zu bekommen", sagt Truppe.
Zum letzten Mal sichtbar war der Galgen vor etwa 15 Jahren, als ein Sturm die Wälder ringsum gefällt hatte. Mit der Zeit hatten Sträucher und Bäume das Denkmal unter sich "begraben". Erst durch die Arbeit der Feuerwehr kann man die beiden vier Meter hohen noch erhaltenen Steinsäulen wieder besichtigen.
Geheimer Gang zum Schloss
"Leider ist dieses Denkmal in den vergangenen Jahren etwas vernachlässigt worden. Daher ist es erfreulich, dass die Feuerwehr dieses freigelegt hat", sagt Amtsleiter Helmut Hoi. Der Galgen war einst die Hinrichtungsstätte für die Hochgerichtsbarkeit der Bischöfe von Gurk. Ebenfalls wieder sichtbar wurden durch die Arbeit der FF einige Löcher, die sich rund um den Galgen im Waldboden befinden. Ob es sich dabei um zugeschüttete Gräber oder Schächte handelt, ist allerdings nicht vollständig geklärt.
Laut einer Legende soll es zudem einen unterirdischen Gang zwischen Schloss Straßburg und dem Galgenhügel nördlich der B 93 geben. Diesen haben die Feuerwehrleute nicht entdeckt. Und sollten sich nicht andere "Hobbyhistoriker" auf die Suche machen, dürfte der Geheimgang wohl eine Legende bleiben. Denn, so Truppe: "Wir haben eigentlich nicht vor, weiter danach zu suchen."
Features
Das Denkmal
Lage. Der Galgen liegt östlich von Straßburg auf einem Hügel nördlich der B 93. Heute noch zu sehen sind zwei circa vier Meter hohe gemauerte Steinsäulen, Abstand circa fünf Meter, ringsum Löcher im Boden (Quelle www.kleindenkmaeler.at)
Legende. Angeblich gibt es Gänge vom Galgen zum Schloss
Feuerwehr. Die FF Straßburg legte nun Galgen frei, Homepage: www.ff-strassburg.at














