Exekutor ist immer öfter im Einsatz
Das Bezirksgericht St. Veit zieht Bilanz: Im vergangenen Jahr gab es einen Zuwachs an Privatkonkursen um 16,4 Prozent. Exekutionen stiegen um acht Prozent an.
Private tappen immer öfter in die Schuldenfalle. Das bekam im Vorjahr auch das Bezirksgericht St. Veit zu spüren. 16,4 Prozent macht die Steigerung der Privatkonkurse aus, die zu Gericht gekommen sind.
Ein Zuwachs ist auch bei den Exekutionen zu verzeichnen, und zwar um acht Prozent. Auch hierbei sind primär Private betroffen. "Es kommt nicht selten vor, dass es im Zuge von Firmenkonkursen auch zu Privatkonkursen kommt", sagt Herbert Müller, Gerichtsvorsteher in St. Veit. Denn Gesellschafter haften oft auch mit ihrem Privatvermögen.
Arbeitsaufwand steigt
92 Zivilurteile (2009: 87 Urteile) und 151 Strafurteile (2009: 165 Urteile) wurden im Vorjahr gefällt. Im Zivilbereich waren es unter anderem Besitzstörungen, Verkehrsunfälle und Gewährleistungsfragen, die das Bezirksgericht beschäftigten, im Strafbereich kleinere Vermögens- und Körperverletzungsdelikte. Geändert habe sich der Arbeitsaufwand, so Müller: "Die Verfahren werden komplizierter. Der einzelne Akt erfordert mehr Arbeitsaufwand."
Auf eines ist Müller stolz: Im Vorjahr wurde sein Bezirksgericht vom Landesgericht einer Revision unterzogen. Alle fünf Jahre geschieht das. "Uns wurde das beste Zeugnis ausgestellt", sagt Müller. In puncto Verfahrenstempo hat St. Veit am besten von allen Bezirksgerichten in Kärnten abgeschnitten. "Das geht aber nur mit guten Mitarbeitern", sagt Müller, der 2009 seine Arbeit als Gerichtsvorsteher in St. Veit aufgenommen hat.












