Noroviren in Rehab-Zentrum Althofen
44 Patienten und sieben Therapeuten im Rehab-Zentrum in Althofen leiden an Brechdurchfall. Durch Quarantäne-Maßnahmen konnte die Zahl der Neuansteckungen laut ärztlichem Leiter eingedämmt werden.

Foto © APDas Kurzentrum von Althofen
In den letzten Tagen sind 44 Patienten und sieben Therapeuten des Humanomed-Rehabilitations-Zentrums in Althofen an Noroviren erkrankt. Diese Erreger treten vor allem in den Wintermonaten auf und verursachen einen unangenehmen Brechdurchfall, der in der Regel allerdings nach wenigen Tagen abklingt. Nach Angaben des ärztlichen Leiters, Primarius Henry Puff, hat man die Erkrankung mittlerweile in den Griff bekommen: "Am Samstag haben sich die ersten beiden Betroffenen beschwerdefrei gemeldet." Auch ist die Zahl der Erkrankten stabil geblieben. Abteilungen mussten nicht gesperrt werden.
Als Sofortmaßnahme hatte man die Erkrankten auf ihren Zimmern isoliert und sie dort betreut. Vorsichtshalber wurde am Samstag auch die Therapie eingestellt. "Es besteht kein Grund zur Panik", beruhigt Puff. Der Befall durch Noroviren trete hauptsächlich dort auf, wo viele Menschen auf engem Raum zusammen sind. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfchen-Infektion oder durch Berührungen wie Händeschütteln sowie über Türgriffe und hat nichts mit einem Mangel an Hygiene zu tun.
Für die Betroffenen ist die Infektion unerfreulich, aber harmlos. Sie geht mit Durchfall und Erbrechen einher, ist aber innerhalb von 48 Stunden überstanden. "Unsere Patienten können tagsüber das Haus verlassen. Da lässt es sich nicht vermeiden, dass Viren eingeschleppt werden", sagt Puff. Der Primarius erwartet, dass der Höhepunkt der Infektionswelle morgen, Montag, überschritten sein wird. Deshalb setzen auch die Therapien wieder ein, nicht zuletzt, weil man damit rechnet, dass die erkrankten Therapeuten wieder gesund sind.
Das Rehab-Zentrum Althofen ist wegen der großen Nachfrage auch während der Feiertage mit rund 600 Patienten voll besetzt. Eine Infektion mit Noroviren ist nichts Außergewöhnliches. Ende des vergangenen Jahres waren auch Krankenhäuser in der Steiermark davon betroffen.
Features
Die Erreger
Brechdurchfall. Noroviren sind viermal kleiner als Grippeviren und treten vor allem in den Wintermonaten verstärkt auf. Sie führen bei den Betroffenen zu einem Brechdurchfall, der in der Regel nach 12 bis 72 Stunden abklingt. Die Beschwerden sind unangenehm, aber harmlos.













