Liebenfels: Kein Minus im Haushalt
Liebenfels ist keine Zuschussgemeinde mehr. Gemeinderat beschloss einstimmig ausgeglichenes Budget für das Jahr 2011. Langjähriger freiheit-licher Fraktionsführer legte Mandat zurück.

Foto © WeichselbraunFür nächstes Jahr hat Liebenfels ein ausgeglichenes Budget
Im heurigen Jahr klaffte im Budget der Gemeinde Liebenfels ein Loch von 190.000 Euro. Damit war man eine Abgangsgemeinde. Jetzt hat man den Umkehrschwung geschafft: In der letzten Sitzung des Jahres konnte für das Jahr 2011 wieder ein ausgeglichenes Budget beschlossen werden. Der ordentliche Voranschlag beträgt einnahmen- und ausgabenseitig 4,878.900 Euro.
Es ist dies Ergebnis eines rigorosen Sparprogrammes, das fortgesetzt wird. "Jegliche Förderungen, außer die gesetzlich vorgeschriebenen, bleiben eingestellt", sagt Amtsleiter Hans Messner. Gespart wurde auch beim früheren Gemeindeblatt. Es wurde einer Erneuerung unterzogen. Die Zeitung "liebenfelser:in" präsentiert sich nun in schlanker, aber informativer Form.
Freiheitliche zersplittert
"Wir werden weiterhin versuchen, die Sparvorgaben einzuhalten", sagt Bürgermeister Klaus Köchl (SPÖ). Er befürchtet aber, dass die Gemeinde aufgrund der Mehrbelastungen durch das neue Kinderbetreuungsgesetz wieder zu einer Zuschussgemeinde abrutschen könnte. Auf der Agenda für das kommende Jahr stehen die Fertigstellung des fünf Hektar großen Gewerbeparks "Liebenfels Südwest" mit Gesamtkosten von 1,2 Millionen Euro, zwölf Wohneinheiten in Liebenfels-Süd und die Errichtung von 20 Einheiten betreutes Wohnen.
Zur Gemeinderatssitzung nicht mehr erschienen ist Franz Gössinger. Der langjährige freiheitliche Fraktionschef und Gemeindevorstand legte sein Mandat zurück. Er zog damit die Konsequenz aus dem Vertrauensbruch von Teilen seiner Fraktion. Zwei weitere FPK-Gemeinderäte hatten sich entschuldigt. So mussten drei neue Gemeinderäte angelobt werden. Die zweitstärkste Partei in Liebenfels ist jetzt in drei Gruppen zersplittert.














