Sturz von Strommasten: Ehefrau suchte Gatten
Die Polizei rekonstruiert den Hergang des tragischen Unfalles am Sonntag in Friesach. Die schwer verletzte 22-Jährige liegt weiterhin auf der Intensivstation.

Foto © KLZ/HirschlVon diesem Gittermasten am Bahnhof stürzte die Frau ab
Es war die Verknüpfung tragischer Umstände, die am Sonntag in den frühen Morgenstunden einer 22-jährigen Friesacherin beinahe das Leben gekostet hätten. Wie berichtet, stürzte die Mutter zweier Kinder im Alter von eineinhalb und viereinhalb Jahren von der Plattform eines Gittermastens der ÖBB rund fünf Meter in die Tiefe und zog sich dabei schwere Kopfverletzungen zu.
Was war geschehen? Die 22-Jährige und ihr Ehemann hatten laut Polizei vor dem Unfall in einem Friesacher Lokal gefeiert. Zu fortgeschrittener Stunde soll es zwischen dem Paar zu einer Meinungsverschiedenheit gekommen sein. Gegen 2.30 Uhr verließ der Mann, so Erhebungen der Polizei unter der Leitung von Inspektionskommandant Gottfried Grabner, das Lokal und ging nach Hause. Vor der Eingangstüre angekommen, konnte der Mann den Schlüssel nicht finden. Er legte sich in sein geparktes Auto und schlief ein. Nach der Sperrstunde um 4 Uhr trat auch die 22-Jährige den Heimweg an. Sie hatte keinen Schlüssel eingesteckt, konnte nicht in die Wohnung und ging zum nur rund 500 Meter entfernten Bahnhof, um nach dem Ehemann zu suchen. Möglicherweise um das Areal besser überblicken zu können, stieg sie auf einen Gittermasten, auf dessen Plattform ein kleiner Trafoumsetzer steht. Sie verlor dabei das Gleichgewicht und stürzte ab.
Während sich das Unglück zutrug, saß der Mann mittlerweile wieder mit Freunden in seiner Wohnung. Die Männer hatten den Schlafenden entdeckt, geweckt und ihm geholfen den Haustorschlüssel zu finden, den der ohnehin eingesteckt hatte.
Die Verunglückte liegt noch auf der Intensivstation des LKH Klagenfurt, Ärzte zeigen sich zum Genesungsverlauf der 22-Jährigen aber zuversichtlich.












