Im Bezirk St. Veit gibt es wieder mehr Jobs
Aktuelle Statistik des AMS zeigt: Zahl der Arbeitslosen im Bezirk sinkt. Vor allem Männer profitieren vom Aufschwung. Dennoch: Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist weiterhin angespannt.
Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit sind miteinander verbunden. Seit ein paar Monaten haben diese beiden Begriffe ein klein wenig von ihrem "Schrecken" verloren. Die Konjunktur steigt und mit ihr werden wieder Arbeitskräfte gebraucht. Das belegt der aktuelle Monatsbericht des Arbeitsmarktservice Kärnten (AMS). Wie berichtet, ist die Arbeitslosigkeit im September kärntenweit gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 10,2 Prozent zurückgegangen.
Für den Bezirk St. Veit sieht die Statistik sogar noch etwas erfreulicher aus. 1315 Menschen waren im Vormonat als arbeitslos vorgemerkt. Das macht im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 15,5 Prozent (absolut 241 Personen). Im Bezirksvergleich nimmt St. Veit hinter Wolfsberg (minus 34 Prozent) Rang zwei ein.
"Gewinner" in der Statistik ist das männliche Geschlecht. Hier kommt es zu einer Verringerung von 21,4 Prozent. Das sei darauf zurückzuführen, dass typische Männerberufe von der Entwicklung besonders profitieren.
Mehr Stellenangebote
"In den Branchen Holz, Industrie und Maschinenbau ist eine Verbesserung zu merken", bestätigt Günter Krassnig, Leiter der regionalen Geschäftsstelle des AMS. Frauen sind auf dem Arbeitsmarkt weiterhin im Hintertreffen. Hier beträgt die Abnahme gerade mal 8,6 Prozent. Dass die menschliche Arbeitskraft im Bezirk wieder gefragter ist, zeigt auch ein Blick auf die Statistik bei den offenen Stellen. Im Bezirk gibt es im Vergleich zum September 2009 um 51,2 Prozent mehr Stellenangebote. Mit diesem Prozentsatz ist St. Veit Spitzenreiter in Kärnten. Dieser Trend ist auch bei den Berufseinsteigern - den Jugendlichen - abzulesen. Es gibt um 13 weniger Lehrstellensuchende, 38 sind es an der Zahl. 46 Lehrstellen sind sofort verfügbar.
Trotz der positiven Zahlen darf keine Euphorie aufkommen. "Es ist eine leichte Entspannung eingetreten. Die Situation hat sich positiver entwickelt als erwartet. Es wird aber ein längerer Prozess werden, bis wir die positiven Daten von 2008 wieder erreicht haben", stellt Krassnig klar.
Viele Jobs vernichtet
Ins gleiche Horn bläst man auch vonseiten der St. Veiter Wirtschaftstreibenden. "Die offenen Stellen und die Lehrstellen steigen - das sind gute Indikatoren. Wir reden aber noch lange nicht von einer Situation wie im Jahr 2008. Es sind seit damals zu viele Arbeitsplätze vernichtet worden", macht Robert Meisslitzer, Bezirksstellenleiter in der Wirtschaftskammer Kärnten, die derzeitige Situation deutlich.













