Eine Stunde gratis ist vielen nicht genug
"Ein Albtraum" und "wir sind zufrieden" - in Sachen "Parksystem neu" gehen in St. Veit die Meinungen auseinander. Wir fragten nach.
Nach langen Diskussionen wurde das Parksystem in der Herzogstadt St. Veit mit 1. Juli 2010 umgestellt. Nun kann man in der gebührenpflichtigen Zone eine Stunde lang gratis Parken, in der zweiten und dritten Stunde ist eine Parkgebühr von einem Euro zu bezahlen. Die Kleine Zeitung hat sich vor Ort umgeschaut und nachgefragt, wie die Autofahrer mit der neuen Regelung zufrieden sind.
"Ich nütze die innenstadtnahen Parkzonen häufig. Und ich finde es sehr schade, dass man nur noch eine Stunde gratis parken kann. Mann kann jetzt nichts mehr erledigen", sagt Vera Joham aus St. Veit. Sie ist nicht die Einzige, die so denkt. Viele Innenstadtkunden beeilen sich jetzt einfach: "Seit dem neuen Parksystem straffe ich mein Programm in der Stadt. Ich erledige meine Sachen schneller", sagt eine Launsdorferin. Und sie fügt hinzu: "Es ist eben schwer, wenn man schon einmal zwei Stunden zur Verfügung hatte, nun mit einer zufrieden zu sein."
Parken in Eile
"Es ist ein Albtraum. Eine Stunde ist viel zu kurz. Wenn ich fürs Parken zahlen muss, dann fahre ich lieber nach Klagenfurt in die City-Arkaden. Da finde ich alles, was ich brauche unter einem Dach und zahle eben im Nachhinein meine Parkgebühr", sagt eine weitere Autofahrerin.
Nicht stressen lässt sich Siegrid Kogler aus Feldkirchen. Sie wirft lieber einen Euro in den Parkscheinautomat hinein, damit sie mit ihren beiden Kindern Anna und Florian nicht in Hektik einkaufen muss. "Aber schade ist es schon", sagt sie.
Die Studentin Anna Flick ist der Meinung, dass das neue System für Kunden nicht so gut ist. "Ich selber nütze aber - da ich in der Innenstadt wohne - den Gratisparkplatz beim Ärztezentrum, solange es eben noch geht." Dieser Parkplatz ist täglich voll. Auch die Gratisparkplätze außerhalb der Stadt werden nun vermehrt genützt, während die Kurzparkzonen etwas leerer sind als vorher.
Feedback stimmt
"Wir sind zufrieden mit dem neuen Parksystem. Ich habe bisher kein negatives Feedback bekommen", sagt Bürgermeister Gerhard Mock. Auch Thomas Sabitzer von der St. Veiter Kaufmannschaft ist zuversichtlich. "Auch wenn manche Leute am Anfang murren: Nachdem man ihnen erklärt hat, dass das neue Parksystem zum Vorteil der Kunden ist, wird es gut angenommen."
Die Jugendlichen Andreas Höferer und Daniela Amlacher aus Feldkirchen sind auch einverstanden mit der Regelung. "Bei uns in Feldkirchen ist es auch nicht anders. Wir sind zufrieden, dass zumindest eine Stunde gratis geparkt werden kann. Das ist ja nicht in allen Städten so", sagen die beiden. "Besser als nichts", sagt Karl Strasser aus St. Veit, der ebenfalls froh ist, dass man nicht von der ersten Minute an zahlen muss. Dem St. Veiter Hubert Leeb ist eine Stunde meistens recht. "Es kommt eben darauf an, was man vorhat. Aber man kann solche Änderungen sowieso nur hinnehmen."












