St. Georgen geht mit dem Klima ein Bündnis ein
Für eine bessere und vor allem gesündere Zukunft setzt sich das Klimabündnis Kärnten ein: St. Georgen trat jetzt bei und ist damit die sechste Mitglieds-Gemeinde im Bezirk St. Veit.
Die Reduzierung klimaschädlicher Emissionen und der Schutz des Regenwaldes heftet sich das Klimabündnis seit 1990 auf seine Fahnen. In Kärnten wurde das Bündnis 1991 aus der Taufe gehoben. Von den 56 Gemeinden, die diesem europaweit aktiven Netzwerk beigetreten sind, befinden sich sechs im Bezirk St. Veit. Glödnitz, Gurk, Metnitz, Straßburg und Weitensfeld und als neuestes Mitglied St. Georgen am Längsee.
"Wir mussten natürlich einige Auflagen erfüllen", sagt der St. Georgener Vizebürgermeister und Umweltreferent Alois Kreisel. "Es dürfen zum Beispiel keine Betriebe in der Gemeinde sein, die viel CO2 produzieren", sagt Kreisel. Für die Gemeinde ergibt sich durch den Mitgliedsbeitrag von 800 Euro im Jahr aber auch ein Vorteil. "Wir bekommen kostenlos Vortragende vom Klimabündnis. Und es ist natürlich ein Marketingmittel im Tourismus", sagt Kreisel. Dass St. Georgen jetzt Mitglied ist, wird man auch sehen können: Es werden dementsprechende Tafeln aufgestellt. Und am 16. Oktober findet in der Gemeinde die erste Umwelt- und Energiesparmesse statt.
Und dass St. Georgen in Zukunft auch davon profitiert, Mitglied beim Klimabündnis zu sein, dafür muss es auch selber sorgen. "Der 16. Oktober ist so ein Tag. Da geht es darum, dass sich die Gemeinde positioniert", sagt Christian Salmhofer, Chef des Kärntner Klimabündnisses. Er selbst bezeichnet den Verein als "unabhängiges Scharnier". Und als Möglichkeit an Geld zu kommen: zum Beispiel über EU-Projekte. In Feldkirchen wird zum Beispiel gerade ein Projekt mit einem Volumen von 120.000 Euro entworfen. "Wir müssen jetzt St. Georgen kennenlernen. Das Bildungshaus ist ja schon unser Partner. Mit dem See ist Potenzial vorhanden. Die Frage ist jetzt, was will man machen", sagt Salmhofer. Das Klimabündnis steht den Gemeinden aber auch beratend zur Seite: Egal ob man sich die Frage stellt, wie man etwas für die Umwelt tun kann, oder ob man eine Messe wie St. Georgen organisieren will.













