Auf dem Weg zum "Gnadenthron"
Zum 140. Mal findet von heute bis Montag die "Judenburger Wallfahrt" statt. Der Tradition folgend wandern hunderte Pilger nach Maria Waitschach, um ihre Stadt so vor Unglück zu bewahren.
Im Jahre 1473 pilgerten Judenburger das erste Mal nachweislich nach Maria Waitschach, das sich über die Gemeinden Guttaring und Hüttenberg erstreckt. Seitdem wurde es zur Tradition, eine Wallfahrt nach Kärnten zu machen. Vier Tage, von heute bis Montag, wandern zwischen 300 und 500 Menschen über den Zirbitzkogel nach Maria Waitschach.
Judenburg wurde mehrmals in seiner Geschichte von großen Bränden heimgesucht. Darüber hinaus bestand Gefahr durch die Einfälle der Türken und Seuchen.
Opfergabe
"Jedes Mal schrieb man das Überstehen der Notsituationen oder deren relativ milden Ausgang der Hilfe der Gottesmutter Maria zu. Daher legte man das Gelöbnis ab, vor dem Waitschacher ,Gnadenthron' regelmäßig ein Dankopfer abzustatten", sagt Ilmar Tessmann, Obmann des Tourismusverbandes "Kärnten:Mitte".
Die Pilgerroute blieb über Jahrhunderte den alten Überlieferungen treu: Ausgehend von der Stadtpfarrkirche Judenburg über Oberweg nach St. Wolfgang, dann über die Almen des Zirbitzkogels zum Streitwiesen-Kreuz, schließlich von St. Martin am Silberberg weiter nach Maria Waitschach, wo der Gelöbnisgottesdienst abgehalten wird. Jedes dritte Jahr - mittlerweile zum 140. Mal - gehen die Bewohner von Judenburg auf Wallfahrt. Dabei legen sie 76 Kilometer und 2000 Höhenmeter zurück. "Durch diese langjährige Verbindung war es höchst an der Zeit, die Bande enger zu knüpfen. Daher war die Tourismusregion jetzt auch erstmals am Judenburger Stadtfest vertreten", so Tessmann.
Zusammenarbeit
Auch mit dem Judenburger Stadtmanager Heinz Mitteregger wurde eine intensivere Zusammenarbeit für die Zukunft vereinbart. "Unsere Region wurde auch in Radio Steiermark präsentiert. Grenzüberschreitende Kooperationen über Bundesländer sind mehr als sinnvoll", sagt Tessmann. Viele Steirer würden die Region "Kärnten:Mitte" als Urlaubsdestination wählen. "Als wir unseren Stand in Judenburg hatten, sagten uns viele Gäste, wenn sie nur das Kärntnerische hören, würden sie schon an den nächsten Urlaub denken", sagt Tessmann.













