Schratter von der Kripo vernommen
Staatsanwaltschaft ermittelt in Bezug auf Museumsdirektor. Disziplinarverfahren wurde ausgesetzt.
Es war im September 2009, als die Staatsanwaltschaft Klagenfurt Hüttenberg ins Visier nahm. Die Errichtung eines zweiten Tagausganges für das Schaubergwerk unter der Ära des jetzigen Altbürgermeisters Rudolf Schratter hätte zu viel gekostet, auch hätte es Unregelmäßigkeiten bei Geldflüssen gegeben.
Schratter kam durch einen Bericht der Gemeindeaufsichtsbehörde massiv unter Druck. Bürgermeister Josef Ofner suspendierte Schratter daraufhin als Museumsdirektor von Hüttenberg.
Acht Monate sind seitdem verstrichen. "Wenn jemand schwach auf der Brust ist, hätte derjenige sich schon längst die Kugel gegeben", macht Schratter deutlich, wie ihm die Situation zusetzt. Und er fügt hinzu: "Wenn jemand unschuldig ist und so behandelt wird, ist das nicht angenehm."
Verfahren im Laufen
Bis dato wurde das Verfahren, in dem es laut Polizei um Amtsmissbrauch geht, noch nicht zum Abschluss gebracht. "Vor einer Woche wurde ich vom Kriminalamt zum ersten Mal befragt. Das war der Abschluss der Vorerhebung, jetzt ist die Staatsanwaltschaft am Zug", nennt Schratter den Stand der Dinge. Ein eingeleitetes Disziplinarverfahren wurde indessen ausgesetzt. "Das Verfahren erster Instanz ist unterbrochen worden, weil die Staatsanwaltschaft gleichzeitig ermittelt. Damit sollen Doppelgleisigkeiten vermieden werden", sagt Franz Sturm, Leiter der Gemeindeabteilung im Land Kärnten.
In der Gemeinde Hüttenberg sei die Angelegenheit weiter Gesprächsthema. Die Menschen begegnen Schratter, wie er sagt, sehr freundlich. "Ich habe das Gefühl, dass ein Teil der Bevölkerung hinter mir steht", sagt der Altbürgermeister.













