Jugend bleibt in der Warteschleife
Jugendzentrum St. Veit: Landesbeteiligung weiter offen. Rudolf Egger gegen Standort am Bahnhof.

Foto © KLZ / Koscher
Alles ist auf Schiene", hieß es vor einem Monat in Sachen Jugendzentrum St. Veit. Damals wurde ein Haus am Karl-Wagner-Platz als Standort präsentiert. Bis dato wartet die Jugend vergeblich auf konkrete Neuigkeiten. Weder der Betreiber noch die Landesbeteiligung stehen. Indessen werden Stimmen laut, die sich gegen den Standort erheben.
"Ich finde den Platz am Bahnhof nicht geeignet. Es wird nur ein besseres Wartehäuserl werden. Außerdem sind die Anrainer nicht sehr begeistert. Ich habe selbst mit einigen besorgten Anrainern gesprochen", sagt Stadtrat Rudolf Egger (ÖVP), der die Soroptimistinnen und den "Round Table" für das Projekt mit an Bord holen konnte. "Gemeinsam suchen wir einen geeigneteren Platz", so Egger. Das Objekt am Bahnhof hätte zwar 140 Quadratmeter, aber keine Grünfläche. Außerdem sind Konzerte oder dergleichen nicht möglich, wenn sich Anrainer schon vor der Umsetzung vor Lärm fürchten.
Beispiel Feldkirchen
Während in St. Veit junge Leute noch immer auf das Jugendzentrum warten müssen, arbeiten in der Nachbarstadt Feldkirchen Streetworker schon seit Jahren mit Jugendlichen. "Wir machen mobile Jugendarbeit. Das bedeutet, wir gehen zu den Jugendlichen hin und reden mit ihnen. Wir haben Schweigepflicht und die Jugendlichen vertrauen uns", sagt Streetworker Herbert Wieser (36). Es gibt dort eine Anlaufstelle, bei der man sich Beratung in allen Belangen holen kann. Man kann dort kochen, gratis Tee und Kaffee trinken, im Internet surfen und es gibt Projekttage. "Wir sind eher eine Beratungsstelle. Spiele wie Billard gibt es ja im Jugendzentrum, das von der Kirche geführt wird", so Wieser.
Damit Jugendliche ein Jugendzentrum auch annehmen, müssen einige Faktoren stimmen. "Wichtig sind die Räume, das Personal und das Angebot. Einfach nur ein Jugendzentrum hinzustellen, ist zu wenig", sagt Wieser. Vor allem das Personal müsse sich in der Jugendszene auskennen und eine Grünfläche sei laut Wieser auch wichtig.













