Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Steiermark-Ausgabe
  • 31. Juli 2014 05:29 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Warnung vor Hundevergifter Mit Farbkanonen auf Hakenkreuz schießen Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Sankt Veit Nächster Artikel Warnung vor Hundevergifter Mit Farbkanonen auf Hakenkreuz schießen
    Zuletzt aktualisiert: 07.05.2010 um 11:13 UhrKommentare

    Landwirte in St. Veit haben "Bioniergeist"

    "Bio Austria Kärnten", das Netzwerk der Kärntner Biobauern, ist heuer 30 Jahre alt. Der Bezirk ist auf diesem Sektor stärkster im ganzen Land.

    Die St. Veiterin Sieglinde Prenter betreibt seit 2002 eine Bio-Fischzucht in Dellach

    Foto © KLZ/KoscherDie St. Veiterin Sieglinde Prenter betreibt seit 2002 eine Bio-Fischzucht in Dellach

    359 Bio-Betriebe und 9425 Hektar biologisch bewirtschaftete Flächen: Sich diese Zahlen an die Fahne zu heften, darf den Bezirk durchaus mit Stolz erfüllen. "St. Veit ist auf dem Biobauernsektor Kärntens Vorzeigebezirk. Spittal an der Drau als zweitstärkster Bezirk verfügt nur über 3800 Hektar Bio-Anbaufläche", sagt Christian Perkounig, Geschäftsführer von "Bio Austria Kärnten". Welche Gesichter und Geschichten verbergen sich aber hinter diesen Zahlen? Die Kleine Zeitung bat einige St. Veiter Bio-Bauern zu Wort.

    "Ich habe immer schon gerne Fisch gegessen und habe als Jägerin einen starken Bezug zur Natur", sagt Sieglinde Prenter. Die St. Veiterin pachtete 2002 als landwirtschaftliche Quereinsteigerin den "Zedleggerhof" in Dellach, der bereits über zwölf Naturteiche mit Quellwasserzufluss verfügte - eine optimale Voraussetzung zum Aufbau einer Bio-Fischzucht. Prenter ergriff diese Chance, kaufte Fische und Bio-Futter zu und wurde 2004 schließlich mit dem Bio-Gütesiegel zertifiziert. Ihre Regenbogen- und Bachforellen, Bachsaiblinge und "Kärntna Laxn" vertreibt sie in Direktvermarkung sowie auf dem Bio-Markt in Klagenfurt.

    Qualität darf kosten

    Als einer von insgesamt acht Kärntner Bio-Bauern auf die Weidegans gekommen ist wiederum Christoph Gruber.

    Er verkauft seit 2001 Weidegänse. "Ich war damals auf der Suche nach einer ,Nische', liebe die Tiere und verfüge auch über die notwendigen Weideflächen", sagt der Betreiber des "Gasselhof" in St. Georgen am Längsee. Von Mai bis Oktober zieht er alljährlich 270 österreichische Gänseküken biologisch auf und verkauft sie ab Hof als "Martinigansl" und für den Weihnachtsbraten. "Die Nachfrage ist auf alle Fälle vorhanden. Da sich die meisten Leute so ein Gansl nur einmal im Jahr leisten, legen sie Wert auf Herkunft und Qualität", so Gruber. Eine ganz besondere "Bio-Methodik" verfolgen Gerti und Willi Erian. Sie bewirtschaften ihren Hof nach dem "Demeter"-Prinzip. "Vor etwa 30 Jahren wurden einige unserer Kühe nicht mehr trächtig. Auf der Suche nach der Ursache riet mir ein Tierarzt, meinen Hof nach der ,Demeter'-Lehre neu zu organisieren. Seitdem gibt es keine Probleme mehr", sagt Willi Erian, der seine Getreide- und Milchprodukte ab Hof und am Bauernmarkt in St. Veit verkauft.

    "Immer schon Bio" war Horst Ragoßnigs "Malmeggerhof" in Weitensfeld. "Möglichst naturnahe zu arbeiten war für mich schon vor Beginn aller Gütesiegel, Kontrollen und Förderpolitiken ganz selbstverständlich. Dass ich den Hof dennoch zertifizieren ließ, hatte vor allem wirtschaftliche Gründe", sagt Ragoßnig. Obwohl er sich "für die Politik hinter der Marke Bio nicht ganz begeistern" könne, halte er die strengen Kontrollen für wichtig. "Schließlich würden sich sonst alle ein ,Bio' an die Fahne heften, nur um an die Fördergelder zu kommen", so der Landwirt, der zudem Mitglied bei der Organisation WWOOF (World-Wide Opportunities on Organic Farms) ist, die freiwillige Helfer für Bio-Bauernhöfe auf der ganzen Welt vermittelt. Ragoßnig: "Wir hatten schon Helfer aus Amerika, Finnland und Japan. Vor allem die Westeuropäer verwechseln so einen Aufenthalt leider oft mit einem billigen Urlaub und werfen das Handtuch, sobald es anstrengend wird."


    BIOBAUERN

    Kärnten. In Kärnten werden 26.500 Hektar Bodenfläche biologisch bewirtschaftet, das sind 16 Prozent aller landwirtschaft- lichen Flächen. Es gibt insgesamt 1424 Biobauernhöfe. Zwölf Prozent aller Landwirte in Kärnten sind damit Biobauern.

    Bezirk St. Veit. St. Veit ist auf dem Biobauern-Sektor der stärkste Bezirk in ganz Kärnten. Von ins- gesamt 1694 Bauern bewirtschaften 359 ihren Hof nach den Bio-Richtlinien (21 Prozent). 9425 Hektar Bodenfläche werden biologisch bewirtschaftet.

    "Bio Austria Kärnten". Die 1980 gegründete Kärnten-Sektion der Dachorganisation "Bio Austria" setzt sich für die Entwicklung des Bio-Landbaus in Kärnten ein und zählt aktuell rund 1100 Mitglieder.

    Mehr Sankt Veit

    Mehr aus dem Web

      Bezirkswetter

      • Donnerstag, 31. Juli 2014
        • Min: 16°C
        • Max: 26°C
        • Nsw.: 50%
        Gewitter
      • Freitag, 01. August 2014
        • Min: 17°C
        • Max: 27°C
        • Nsw.: 50%
        Gewitter
      • Samstag, 02. August 2014
        • Min: 16°C
        • Max: 28°C
        • Nsw.: 55%
        Gewitter

      Babys aus der Region

      Gezwitscher live aus der Redaktion

      Just, Fotolia, KLZ (Montagen)

      Kurznachrichten aus Klagenfurt, Sankt Veit und Feldkirchen sowie Insider-Infos der Redaktion: Folgen auch Sie uns auf Twitter!



      Spendenaktion

      KLZ/Susanne Hassler

      Wenn auch Sie für "Kärntner in Not" spenden wollen:

      BKS Bank

      IBAN: AT10 1700 0001 0033 7401

      BIC: BFKKAT2K

      BLZ: 17000

      Trachten in Kärnten und Osttirol

      KLZ/Josef Emhofer, KLZ/Michaela Ruggenthaler

      Ein buntes Nebeneinander von schönen Festtrachten, moderne Designerdirndln und kitschiger Diskontware prägt heute das Bild unserer Trachtenlandschaft. Wir bringen echte Trachten vor den Vorhang.

      Hochzeiten/Jubiläen

      Leserfotos aus dem Bezirk

      Treten Sie mit uns in Kontakt!

       

      Kärntner des Tages

      Er setzt Systeme in Szene
      Kennen Sie auch jemanden, der Besonderes leistet? Dann schreiben Sie uns!
       
      Sie haben auch eine Meldung? Werden Sie Leser-Reporter und schicken Sie uns Ihre Texte!
       

      Newsletter bestellen

      Neues auf unseren Seiten, Nachrichten und Events per E-Mail!

       

      Wien-Angebot

      Wir liefern die Regionen- Ausgabe der Kleinen Zeitung nach Wien.

      Wallpaper

       

      Todesanzeigen

      Todesanzeigen aller Bezirke in Kärnten.



      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!