Wohnhaus statt Gasthaus
Das St. Veiter Wirtshaus "Nagele" wurde an Liebenfelser Bauunternehmer verkauft. 20 Wohneinheiten könnten jetzt dort gebaut werden.

Foto © PhinoSiegfried Meierhofer verkaufte sein Wirtshaus in der Spitalgasse
Ich habe 500.000 Euro für das Wirtshaus und ein angrenzendes Areal bezahlt. Was auf der Fläche von knapp über 3.000 Quadratmetern entstehen wird, ist noch unklar. Von einer Sanierung und Verpachtung des Gasthauses Nagele bis zum Bau von 20 Wohnungen ist alles möglich" sagt der Liebenfelser Baumeister Franz Sallinger (50).
Bis Ende des Jahres muss Wirt Siegfried Meierhofer, der in Pension ging, das alte Gasthaus räumen. Das Lokal selbst ist bereits geschlossen. Nach dem Kauf des Schubernig-Grundstücks und der Vermarktung des alten Rot-kreuz-Hauses in der Stiegengasse ist das Wirtshaus "Nagele" die dritte zentrumsnahe Immobilie, in die Sallinger investiert.
Zu große Dichte
"Ich habe mich vor fünf Jahren entschlossen, mit der ,Sallinger-Bauträger GmbH' Bauprojekte durchzuführen und zu finanzieren", sagt Sallinger. Notwendig wurde dieser Schritt auch deshalb, weil Bauaufträge durch die öffentliche Hand rückläufig sind. Sallinger will das etwa 150 Jahre alte Gasthaus nur dann sanieren und weiter verpachten, wenn ein wirklich guter Pächter zu bekommen ist. Die Wirtshausdichte inklusive städtischer Konkurrenz ist Sallinger in St. Veit im Grunde zu hoch. Sollte am Nagele-Areal gebaut werden, dann gibt die Bauordnung dreigeschossige Gebäude mit Tiefgarage vor. Das Gasthaus wird dann abgerissen. Binnen zwei Jahren könnten 20 Wohnungen fertiggestellt sein. Dass der Markt dafür da ist, davon ist Sallinger überzeugt. Die Nachfrage nach Wohnungen am Schubernig-Projekt bestätigt ihn.












