"Wir bieten eine seriöse Bühne"
Die Motorsportler kritisieren das illegale Rennen bei PS-Party in Althofen. Trittbrettfahrer bringen Sport in Verruf.
ALTHOFEN. Auf breite Ablehnung stoßen die Ereignisse bei der PS-Party des Vereins "SAU-TU" in Althofen. "Das war Idiotie, hirn- und verantwortungslos", schimpft Walter Marcher, ÖAMTC-Fahrtechniker und Veranstalter der Autocross-Staatsmeisterschaft in Meiselding, über die Aktionen zwischen Althofen und Silberegg.
Ohne Genehmigung im normalen Verkehr fuhren Rennfahrer und Private ein illegales Rennen. "So etwas darf es nicht geben, da werden Leben aufs Spiel gesetzt", geißelt Marcher die Pseudo-Motorsportveranstaltung eines Freizeitvereins: "Wir müssen uns an jeden Punkt und Beistrich des Gesetzes halten, um eine Veranstaltung zu machen und hier werden lässig alle Vorschriften missachtet!"
Warum Ex-Rallye-Staatsmeister Raphael Sperrer bei der unrühmlichen Sache mitmachte, bleibt für die Fans ein Rätsel. Bekannt wurde, dass das Rennen ursprünglich am ÖAMTC-Gelände hätte stattfinden sollen, letztlich entschied man sich aber für die Landstraße. Enttäuscht ist wegen der Vorfälle auch der Sport- und Eventverein Alt-hofen (SEV), der in knapp zwei Wochen die vierte Jacques-Lemans-Rallye in Althofen ausrichtet.
Die Besucher wurden im Glauben gelassen, es sei eine Auftaktveranstaltung zur Althofen-Rallye. SEV-Pressechef Peter Dürnwirth: "Da wird unter dem Deckmantel des Motorsports eine PS-Party gemacht. Wir distanzieren uns in allen Bereichen von solchen Machenschaften, das ist eine wilde Veranstaltung, die niemals in unserem Sinne sein kann!" Er kritisiert, dass nach solchen negativen Aktionen alle Veranstaltungen in einen Topf geworfen würden: "Wir tragen Verantwortung gegenüber Sportlern, Fans, Behörden und Sponsoren, bieten dem Motorsport eine seriöse Bühne und halten alle Spielregeln und Auflagen ein!" GERT KÖSTINGER















