Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
22. Mai 2013 21:03 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Die erste Wahlrunde startet Während Haftausgang Lebensgefährtin verprügelt Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Sankt Veit Nächster Artikel Die erste Wahlrunde startet Während Haftausgang Lebensgefährtin verprügelt
Zuletzt aktualisiert: 21.04.2010 um 23:31 UhrKommentare

"Bau der S 37 wäre Vertragsbruch"

Verfassungsrichter Herbert Haller über die Transitgefahr und alternative Ideen für die Pendler.

Der geplante Bau der S 37 scheidet die Geister. Während das Land den Ausbau fordert, sind die 16 Bürgerinitiativen dagegen, so auch eines ihrer Mitglieder, der Verfassungsrichter Herbert Haller aus St. Georgen am Längsee.

Warum sprechen Sie sich gegen das Projekt "Ausbau der Schnellstraße" aus?

HERBERT HALLER: Grundsätzlich stehe ich dem Straßenbau positiv gegenüber, wenn er auch sinnvoll ist. Bei der S 37 würde sich natürlich die Transportwirtschaft etwas sparen, weil die Strecke für Lkw von Wien nach Italien kürzer wäre als über die A 2. Die S 37 widerspricht dem Verkehrsprotokoll der Alpenkonvention. Darin hat sich die Republik Österreich nämlich verpflichtet, zum Schutz des alpinen Raumes und seiner Bewohner auf den Bau neuer hochrangiger Straßen für den Alpen querenden Verkehr zu verzichten. Somit wäre der Bau der Schnellstraße ein Vertragsbruch. Und würde die Kärntner Bevölkerung mit einer dritten Durchzugsroute belasten.

Wäre ein Ausbau nicht wichtig, um die Sicherheit der Autofahrer zu erhöhen?

HALLER: Die S 37 als Todesstrecke zu bezeichnen, ist eine maßlose Übertreibung. Ein von der Asfinag in Auftrag gegebenes Gutachten hat ergeben, dass es dort zum Beispiel 2006 keine Gegenverkehrsunfälle gegeben hat und, dass auf den meisten Landesstraßen mehr passiert. Seit auf der steirischen Strecke die 7,5 Tonnen-Beschränkung besteht und die Spurrillen ausgebessert wurden, hat sich die Lage verbessert. Durch den Ausbau hingegen würden schwerere Unfälle passieren, da höhere Geschwindigkeiten und ein unvermeidbarer Lkw-Transit zu erwarten sind.

Welche Maßnahmen wären Ihrer Ansicht nach nötig, um die Lage zu verbessern?

HALLER: Mehr Geschwindigkeits- und Alkoholkontrollen, Lärmschutz durch Erdwälle und ein Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes inklusive Park&Ride-Anlagen.

Und was ist mit der Wirtschaft?

HALLER: Die Milliarden für die Schnellstraße wären besser für die regionale Wirtschaft zu verwenden. Wir setzen uns für deren nachhaltige Entwicklung ein: Produkte aus der Region, Nutzung von Holz und Solarenergie, die Stärkung des Tourismus.

Nun hat die Asfinag das Projekt vorerst verschoben. Haben damit die Bürgerinitiativen gewonnen?

HALLER: Das heißt nicht, dass im Windschatten dieser Aussage nicht weiter geplant wird. Wir streben ein endgültiges Aus für die Transit-Gefahr an. Deshalb wird es weitere Aktionen geben.

KARIN HAUTZENBERGER

ZUR PERSON

Herbert Haller. Der 70-Jährige ist Mitglied des Verfassungs- gerichtshofes und Universitätsprofessor im Ruhestand.

S 37. Gemeinsam mit seiner Frau Roswitha engagiert sich der Wahlkärntner dafür, dass die S 37 nicht gebaut wird.

Privat. Der Vater von drei Söhnen wurde als Sohn Wiener Eltern in München geboren. Nach 20 Jahren Urlaub in Kärnten beschlossen er und seine Frau, nach Kärnten zu ziehen. Seit zehn Jahren leben sie nun in der Gemeinde St. Georgen am Längsee.

Bezirkswetter

  • Mittwoch, 22. Mai 2013
    • Min: 7°C
    • Max: 21°C
    • Nsw.: 30%
    Wolkig
  • Donnerstag, 23. Mai 2013
    • Min: 10°C
    • Max: 16°C
    • Nsw.: 35%
    Bewölkt
  • Freitag, 24. Mai 2013
    • Min: 8°C
    • Max: 13°C
    • Nsw.: 70%
    Regenschauer

Babys aus der Region

Gezwitscher live aus der Redaktion

Just, Fotolia, KLZ (Montagen)

Kurznachrichten aus Klagenfurt, Sankt Veit und Feldkirchen sowie Insider-Infos der Redaktion: Folgen auch Sie uns auf Twitter!



Spendenaktion

KLZ/Susanne Hassler

Wenn auch Sie für "Kärntner in Not" spenden wollen:

Spendenkonto: 100 337 401

BLZ: 17.000

Trachten in Kärnten und Osttirol

KLZ/Josef Emhofer, KLZ/Michaela Ruggenthaler

Ein buntes Nebeneinander von schönen Festtrachten, moderne Designerdirndln und kitschiger Diskontware prägt heute das Bild unserer Trachtenlandschaft. Wir bringen echte Trachten vor den Vorhang.

Hochzeiten/Jubiläen

Dalai Lama in Kärnten

Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun

Vier Tage lang weilte der Dalai Lama in Kärnten. Dabei besuchte er auch Carina Harrer in Hüttenberg. Hier finden Sie alle Videos und Fotos seiner Stationen in Kärnten.

 

Leserfotos aus dem Bezirk

Treten Sie mit uns in Kontakt!

 

Kärntner des Tages

Reinhold Schmölzer: Schlagfertiger Arrangeur
Kennen Sie auch jemanden, der Besonderes leistet? Dann schreiben Sie uns!
 
Sie haben auch eine Meldung? Werden Sie Leser-Reporter und schicken Sie uns Ihre Texte!
 

Newsletter bestellen

Neues auf unseren Seiten, Nachrichten und Events per E-Mail!

 

Wien-Angebot

Wir liefern die Regionen- Ausgabe der Kleinen Zeitung nach Wien.

Wallpaper

 

Todesanzeigen

Todesanzeigen aller Bezirke in Kärnten.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang