Althofen will alte Verkehrsordnung wieder
Die neue Rechtsregel sorgte in Althofen für Wirbel: Jetzt wollen Bürgermeister Manfred Mitterdorfer und FPK-Stadträtin Warmuth Verordnung streckenweise ändern.

Foto © GebeneterDie Änderung der Rechtsregel steht in Althofen wieder im Raum
Die neu in Althofen eingeführte Rechtsregel ist gerade dabei, zur Eintagsfliege zu werden. Wie die Kleine Zeitung schon berichtete, gab es vonseiten der Autofahrer Beschwerden, dass zum Beispiel in der Kreuzstraße oder der Höpfnerstraße die neue Regelung unsinnig sei. Bürgermeister Manfred Mitterdorfer (Liste für alle) und FPK-Stadträtin Wilma Warmuth haben daher bei der Bezirkshauptmannschaft einen Antrag eingebracht, dass in der Kreuz-, Freimarkt- und Höpfnerstraße wieder die alte Ordnung hergestellt werden soll. Die BH wird das Ansuchen dann prüfen.
Das bedeutet, dass man auf den Seitenstraßen entweder Vorrangzeichen oder Stopptafeln anbringen will. "Die Rechtsregel hat ein paar Wochen Gültigkeit gehabt, wir haben aber gemerkt, dass es sich nicht überall bewährt hat", sagt Bürgermeister Mitterdorfer. Nächste Woche wird es einen Ortsaugenschein geben. Für das restliche Ortsgebiet soll die Verordnung (30er-Zone und Rechtsregel) aber erhalten bleiben. "Mittels Vorrangzeichen und Stopptafeln sollte den Autofahrern die Möglichkeit geboten werden, ohne das Risiko eines Zusammenstoßes die stark frequentierten Gemeindestraßen zu befahren", sagt FPK-Stadträtin Warmuth. Und fügt hinzu: "Es soll eine klare und nachvollziehbare Vorrangregelung in der Kreuzstraße geben."
"Ein Schnellschuss!"
Gerd Rauchenwald, BZÖ-Gemeinderat, versteht den Schritt der "Liste für alle" und FPK nicht: "Das ist ein Schnellschuss. Man sollte das zuerst in der Praxis beobachten, ob es sich bewährt. Man kann es aber nicht beurteilen, weil die Haifischzähne noch nicht auf den Straßen markiert worden sind." Rauchenwald ist der Meinung, dass Bürgermeister Mitterdorfer diesbezüglich säumig ist: "Wenn die Haifischzähne aufgezeichnet worden wären, wäre es für die Fahrzeuglenker einleuchtender." SPÖ-Vizebürgermeister Ewald Obmann ist überrascht ob des Alleinganges von FPK und "Liste für alle". "Mitterdorfer und Warmuth drückt das schlechte Gewissen. Diese Regelung war eine Umsonst-Entscheidung", sagt Obmann. Außerdem gebe es noch andere Straßen, auf denen es Probleme gebe. "Man muss sich zuerst die Frage stellen, was sagt der Gemeinderat, was sagen die Ausschüsse dazu", sagt Obmann.













