Anrainer halten S 37-Maut für Abzocke
Bürgermeister fürchten, dass Landes-Forderung nach raschem Sicherheitsausbau der S 37 wegen Geldmangels ungehört bleibt. Stattdessen wollen viele, dass Maut fällt.

Foto © KLZ/Koscher, APA, Montage: HanzlBürgermeister und Anrainer fordern, dass Maut für die S 37 während Stillstand fällt
Sicherheitsausbau der S 37 von Klagenfurt nach St. Veit, Entschärfung des Nadelöhrs Pöckstein, Lärmschutz und all das schnell - die Forderungen, die die Landesregierung im Rahmen einer Resolution an den Bund stellt, sind im Sinne der Anrainer (wir berichteten). Viele Bürgermeister entlang der Strecke sehen da aber ein Problem: das Geld. Sie fordern daher, dass die "Abzocke der Bürger" aufhört und die Mautpflicht auf der S 37 aufgehoben wird - zumindest solange nicht gebaut wird.
Eigene Resolution geplant
"Wir fordern den Sicherheitsausbau mit Unterflurtrasse auch für Maria Saal. Jetzt ist das Projekt vorerst am Geld gescheitert, solange sich daran nichts ändert, wird nichts getan", so Maria Saals Gemeindechef Anton Schmidt. Er plant eine eigene Resolution an das Land, in der die Aufhebung der Maut und die Öffnung der gesperrten Auf- und Abfahrten Tanzenberg sowie Taggenbrunn gefordert werden. St. Georgens Bürgermeister Konrad Seunig schließt sich dem an: "Die Resolution bringt nichts. Damit schiebt man das Problem nur ab."
Dass Landeshauptmann Gerhard Dörfler die Auf- und Abfahrt Taggenbrunn aus Sicherheitsgründen nicht aufmachen will, ärgert ihn: "Dort gibt es zwei Rastplätze, also fahren die Autos sowieso auf und ab. Nur nach Taggenbrunn kommt man nicht."
Das Nadelöhr Zwischenwässern ist den Bürgermeistern Franz Pirolt (Straßburg) und Josef Kronlechner (Friesach) ein Dorn im Auge. Pirolt: "Dort gab es schon so viele Unfälle. Und für die wirtschaftliche Entwicklung des Gurktales wäre eine bessere Verkehrsanbindung wichtig."
Kronlechner kritisiert ebenso die Maut. Dörfler hält deren Aufhebung hingegen für nicht zielführend, da damit die S 37 wieder in Landesobhut fallen und der Ausbau in weite Ferne rücken würde. St. Veits Bürgermeister Gerhard Mock kritisiert, dass die Asfinag nicht rasch genug mit dem Bau beginnt: "Sie müsste uns deshalb Schadenersatz zahlen."













