St. Veit ist ins Minus geschlittert
Der Rechnungsabschluss 2009 der Stadt weist einen Abgang von mehr als 217.000 Euro auf. Massiver Rückgang bei Ertragsanteilen mitschuld.
Der Rechnungsabschluss 2009 stand Mittwochabend im Mittelpunkt des St. Veiter Gemeinderates. Denn erstmals seit 2004 schreiben die Herzogstädter wieder rote Zahlen. 217.172,34 Euro macht der Abgang im ordentlichen Haushalt aus.
Unterschreitungen bei den Einnahmen und Überschreitungen bei den Ausgaben hätten zu diesem Minus geführt. Mitverantwortlich sei der massive Rückgang bei den Ertragsanteilen des Landes gewesen (minus 778.000 Euro) sowie die Mehrbelastung im Sozial- und Gesundheitsbereich. Und auch für dieses Jahr rechnet man mit keiner Entspannung der Situation. "Wir wissen nicht, wie die Erhöhungen und die Einnahmen aussehen. Es ist eine laufende Unsicherheit", sagte Bürgermeister Gerhard Mock. Der Rechnungsabschluss wurde von allen Parteien einstimmig angenommen.
Aggressives Betteln
Ein weiterer Tagesordnungspunkt widmete sich der Bettel-Problematik in der Innenstadt. "Ich weiß nicht, ob die Leute wirklich so arm sind. Ich sehe nicht ein, dass wir das gestatten sollen", sagte Mock. Und er blieb mit dieser Meinung nicht alleine. Mit einer Gegenstimme, diese kam von Grün-Gemeinderat Klaus Knafl, wurde eine Verordnung gegen das aggressive Betteln beschlossen.
Mit diesem Schritt wolle man eine kärntenweite Lösung herbeiführen. Sprich: Eine Gemeinde allein hat keine Macht, wenn sich mehr Gemeinden dem anschließen, könnte so beim Land Kärnten Druck gemacht werden.











