Haussegen in St. Veit hängt schief
Nachwehen in der Causa Stadtzeitung: FPK-Stadtrat Kampl fordert nun einen Redaktionsbeirat.

Foto © KanatschnigKaum gekittet, schon wieder gespalten: Kampl attackiert Mock wieder scharf
Für den St. Veiter FPK-Stadtrat Herwig Kampl ist die Stadtzeitung "Sankt Veit Kommunal" nichts anderes als ein "Jubelblatt" für SPÖ-Bürgermeister Gerhard Mock. Nachdem Kampl im Dezember in einem Flugblatt behauptet hatte, Geld aus dem E4-Fonds "verschwinde in Budgetlöchern", hat die jüngste Ausgabe von "Sankt Veit Kommunal" das wieder klargestellt. Jetzt sieht Kampl rot: "Entschuldigt habe ich mich nur für allfällige Fehler und nicht für den gesamten Inhalt. Mock ist nicht der Oberlehrer der Stadt."
Kampl fordert die Einrichtung eines Redaktionsbeirates: "Es ist fraglich, ob solche Sachen in einer Stadtzeitung erscheinen sollen." Kampl könne sich ein Modell wie in Maria Saal vorstellen. Dort besteht der Redaktions-Beirat aus fünf Mitgliedern, Vertreter von SPÖ, ÖVP und FPK sind auch vertreten. Mock hofft, dass Kampl ihm seine Forderungen persönlich ausrichtet.
"Wir informieren!"
Fritz Orasch, Pressesprecher der Stadt und Chefredakteur der Stadtzeitung, versteht die Aufregung nicht: "Für uns ist es wichtig, zu informieren. Ich habe nicht einen einzigen Buchstaben, der in der Gemeinderatssitzung gesagt worden ist, verändert. Ich habe nur das wiedergegeben, was Kampl gesagt hat. Jeder kommt mit seinen Sachthemen unter." Orasch fügt hinzu, dass es sogar einen Beschluss des Stadtrates gibt, der die Gründung eines Redaktionsbeirates ablehnt. ÖVP-Stadtrat Rudolf Egger sagt dazu: "Ein Redaktions-Beirat sollte nicht notwendig sein. Wenn man Geschichten hat, wird man berücksichtigt. Über die Größe der Bilder kann man natürlich diskutieren." BZÖ und Grüne halten auch nichts von so einem Beirat. "Sollte nicht notwendig sein", sagt Grün-Gemeinderat Klaus Knafl. "Die Stadtzeitung ist objektiv", sagt BZÖ-Gemeinderätin Isabella König.













