Die Lücken füllen sich
Mit einer mittelalter-lichen Nähstube sowie einer Friseurin und Fußpflegerin soll wieder mehr Leben in die Friesacher Innenstadt kommen. Neun Geschäfte stehen dort seit längerer Zeit leer.

Foto © HirschlBürgermeister Josef Kronlechner vor dem Lokal in der Bahnhofstraße, in das die Nähstube einziehen wird
Unübersehbar sind die vielen ungenützten Verkaufsflächen im Zentrum der Mittelalterstadt Friesach. Insgesamt stehen momentan laut Stadtgemeinde neun Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von rund 1100 Quadratmetern leer. Allmählich zieht in einige aber wieder Leben ein. So wird in den nächsten Wochen eine Friseurin und Fußpflegerin ihre Dienste im ehemaligen Rathaus, wo einst das Tourismusbüro war, anbieten. Und in der Bahnhofstraße/Ecke Salzburger Gasse (gegenüber Schuhhaus Weber) wird eine mittelalterliche Nähstube ihr Pforten öffnen.
"In dieser Nähstube, die in erster Linie für den Verein ,Mittelalterliches Friesach' und für die Beschäftigten des Burgbaus dienen soll, können auch einzelne Kleider erworben werden", sagt Bürgermeister Josef Kronlechner, auch zuständig für die Belebung der Innenstadt und für die Betriebsansiedelung. Gedacht sei auch an eine Zusammenarbeit mit der "WI'MO", der Höheren Lehranstalt für Wirtschaft und Mode in Klagenfurt. So sollen Praktikumsplätze für Schüler in der Nähstube angeboten werden. In dieses Lokal kommt auch noch ein Teil des ehemaligen mittelalterlichen Handwerksgeschäftes (Ecke Bahnhofstraße/Wiener Straße) rein. "Hauptprobleme sind die zu kleinen Verkaufsflächen für große Betriebe, die Kundenfrequenz, die nicht so ist wie wir sie gerne hätten, und die hohen Mieten, die durch den Gesetzgeber an den ländlichen Raum angepasst werden müssten", sagt Kronlechner.
Bewegung in die Innenstadt
Die Wohnungsübergaben am Weis-Areal am 4. Februar, die Eröffnung des St.-Josefs-Haus Ende des Jahres und der Burgbau sollen weitere Schritte zur Belebung der Innenstadt sein. "Wir wollen über die Burg die gesamte Stadt verkaufen. Es muss daher das Gesamtpaket, historisches Ambiente wie gastronomisches Konzept, stimmen", so Kronlechner.
Features
Innenstadt
Geschäftslokale. Neun Geschäftslokale stehen derzeit in der Innenstadt leer.
Nähstube. Eine mittelalterliche Nähstube zieht in das Lokal in der Bahnhofstraße/Ecke Salzburger Gasse ein. Rund 80 Quadratmeter beträgt die Geschäftsfläche, die Eröffnung ist nach Ostern geplant. In dieses Lokal soll auch ein Teil des ehemaligen mittelalterlichen Handwerksgeschäfts reinkommen.
Immobilienmakler. Zieht in ehemaliges Handwerksgeschäft
Rathaus. Im alten Rathaus, wo einst das Tourismusbüro war, wird eine Friseurin und Fußpflegerin arbeiten.
Wohnungen. 27 Wohnungen am Weis-Areal werden am 4. Februar übergeben. Ende des Jahres wird das "Josefs-Haus" mit Krabbelstube und Nachmittagsbetreuung eröffnet.












