Harald Jannach ist neuer Kärntner FPÖ-Obmann
Rückkehr in den Landtag als politisches Ziel gesetzt. Wiedervereinigung mit dem BZÖ ausgeschlossen.

Foto © Koscher/KLZ
Der Nationalratsabgeordnete Harald Jannach ist am Sonntag beim Landesparteitag der Kärntner FPÖ in St. Veit/Glan zum neuen Obmann gewählt worden. Jannach, er war der einzige Kandidat, erhielt 78,6 Prozent der Delegiertenstimmen. Als wichtigstes Ziel nannte der neue Parteichef die Rückkehr in den Kärntner Landtag. Eine Wiedervereinigung mit dem BZÖ schloss er kategorisch aus.
Jannach hatte nach der verlorenen Landtagswahl im März und dem Rücktritt von Parteiobmann Franz Schwager die FPÖ bereits als geschäftsführender Obmann geleitet. Bei der Obmannwahl erhielt er 88 der insgesamt 112 Delegiertenstimmen. Landtags-Spitzenkandidat Mario Canori, der ebenfalls mit einer Kandidatur als Parteichef liebäugelte und von Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache favorisiert worden war, zog sich zurück, als der Landesvorstand sich klar für Jannach als Schwager-Nachfolger aussprach. Canori fehlte beim Parteitag wegen einer Familienfeier, auch Strache war nicht nach Kärnten gekommen, er schickte seinen Stellvertreter Norbert Hofer.
Einzug in Landesparlament verfehlt
Die Kärntner FPÖ sei schuldenfrei, unterstrich Jannach, einen Landesgeschäftsführer könne man sich aber nicht leisten. Die Landesblauen werden also weiterhin finanziell von der Bundespartei abhängig sein. Mit ihren 3,6 Prozent bei der Landtagswahl hatten sie den Einzug ins Landesparlament deutlich verfehlt, dadurch erhalten sie auch keine Parteienförderung. Jannach beschwor trotzdem Aufbruchsstimmung, langfristig müsse die FPÖ auch in Kärnten wieder ein politischer Faktor werdene.
Spekulationen über eine Kooperation oder eine Wiedervereinigung mit dem BZÖ wies Jannach zurück. Eine Zusammenarbeit mit "diesen Herren, die am Tag nach der Oberösterreich-Wahl bei uns vor der Türe gestanden sind und um politisches Asyl angesucht haben", werde es nicht geben, betonte er.
Foto

Landesparteitag der Kärntner FPÖ in St. Veit/GlanFoto © Koscher/KLZ
Foto

Foto © Koscher/KLZ












