Zum Schluss noch ordentlich angegast
Mit zwei Laufsiegen in Kroatien holte Werner Müller noch "Enduro-Silber". Jetzt entwickelt er einen neuen Zweiradreifen.
Hindernisse zu überwinden, gehören in Werner Müllers Motorsportjob zum täglichen Brot. Seit 27 Jahren gibt der Kappeler in der internationalen Zweiradszene Gas, jetzt hat der 42-jährige Helohaus-KTM-Pilot die heurige Saison beendet, die so gar nicht ins erfolgreiche Bild des Motorsportlers passen will.
Nach der turbulenten Saison mit vielen Höhen und Tiefen, wie einer schweren Schulterverletzung, die eine monatelange Verletzungspause zur Folge hatte, schaffte Werner Müller in der Enduro-Staatsmeisterschaft gerade noch den zweiten Platz. "So gesehen ist der Vizestaatsmeistertitel für mich sogar sensationell, ich hatte nach meinen Verletzungen einen großen Trainingsrückstand, es waren nur 20 Prozent meiner sonstigen Trainingszeit", sagt Müller.
Die Verletzung schien keinen sportlichen Erfolg zuzulassen: "Die verletzungsbedingte Situation war fast ausweglos, ich bin glücklich diese Lage gemeistert zu haben!" Nur einige der insgesamt 14 ÖM-Läufe konnte Müller bestreiten, die er alle auch gewann.
Zum finalen Entscheid am vergangenen Wochenende in Kroatien kam Müller als Gesamtfünfter. In souveräner Manier holte er sich beide Läufe und häufte damit sein Punktekonto an. Der zweite Platz war damit fixiert. Teamkamerad und Kumpel Markus Tischhart stand schon vorher als neuer Staatsmeister fest, krankheitsbedingt verzichtete der Gailtaler auf einen Start in Mala Mlaka.
Müller ist froh, dass die Saison ein Ende hat, froh ist er auch, dass er seit zwei Monaten wieder schmerzfrei ist, sich fit fühlt. In Kroatien begann aber auch Müllers Zukunft. Der slowenische Reifenhersteller Sava sicherte sich Müllers reichen Erfahrungsschatz im Offroadbereich. Für den slowenischen Reifenhersteller Sava testet Müller Zweirad-Geländereifen, ist an der Entwicklung hautnah dabei. So gesehen wird's wohl noch einige Jahre "müllern", Aufhören ist kein Thema.















