Die Burg, die weit ins Land hinausblickt
Um 1850 war Gradenegg noch überdacht.

Foto © KuhsDer Innenhof der Ruine Gradenegg, die noch relativ gut erhalten ist.
Die Burgruine Gradenegg im gleichnamigen Ort in der Gemeinde Liebenfels ist eine jener Burgen, bei der man aufpassen muss, dass man nicht in vergessene Räume einstürzt.
Ein alter Kamin, ein verfallener Treppenaufgang: Vieles gibt es noch zu entdecken. Doch an vielen Stellen ist die versteckte Feste einsturzgefährdet, denn unter den vermeintlichen Wiesen, die die Burg eingenommen haben, befinden sich noch vielerlei Räume und Kellergewölbe. 1192 wurde die Burg erstmals genannt. Aus dieser Zeit ist der romanische Bergfried, also der Turm, erhalten geblieben. Sie wurde aber größtenteils erst im 15. Jahrhundert erweitert.
Auf einer niedrigen Rückfallskuppe westlich von Sörg steht die Ruine, die stolz auf die Karawanken blickt. Die Aussicht ist atemberaubend. Zur Zeit des Barocks war die Burg noch wohlerhalten. Mitte des 19. Jahrhunderts war sie sogar noch überdacht, das heißt die Burg verfällt erst seit rund 150 Jahren. "Die Dachsteuer, die Anfang des 19. Jahrhunderts eingeführt wurde, war der Tod für viele Burgen. Die Besitzer ließen die Dächer abtragen, damit sie keine Steuer zahlen mussten", so Wilhelm Deuer vom Landesarchiv Kärnten.
Features
Burgruinegradenegg
1192. Burg wird erstmals genannt: "Rudlandus de Gradnich". Römische Funde. In der Umgebung alte Eisenbergbaue, 1787 Fund römischer Münzen bei Gradenegg. Besitzer. Unter anderem gehörte die Burg dem Ministerialengeschlecht Rudland, Ungnad, Thannhausen und den Khevenhüllern, um nur einige zu nennen. Gradenegg stand auch häufig mit der Burg Liemberg in Verbindung. Privatbesitz. Heute ist die Burg in Privatbesitz und darf nicht betreten werden.














