St. Veiter Baustelle lässt die Verluste steigen
Groß-Baustelle in St. Veit bringt Unternehmer zum Verzweifeln: Manche klagen über Umsatzeinbußen von über 50 Prozent. Sie hoffen auf Hilfe.

Foto © KuhsHinter Gittern: Evelyn Nußbaumer und Lorenz Kuttnig sind derzeit von der Baustelle in St. Veit eingesperrt
Es sind genau 24 Betriebe, die von der Groß-Baustelle entlang der Ossiacherstraße bis zur Villacherstraße betroffen sind. Viele Geschäfte sind bereits seit über zwei Monaten durch Bauarbeiten eingeschränkt. Bis zum Wiesenmarkt soll die Baustelle fertig sein. Kaufleute zweifeln aber daran und befürchten zwei weitere "Hungermonate".
Dramatisch
"Die Situation ist dramatisch. Wir versuchen, mit Angeboten Leute zu uns zu locken, aber viele finden nicht zu uns, obwohl wir Parkplätze anbieten können. Das Geschäft ist eben hinter den Baugittern verbarrikadiert. Sogar Lieferanten sind uns schon davongefahren, weil es keinen Platz für Lkw gibt", sagt Evelyn Nußbaumer von Kuttnig GmbH, die froh ist, dass sie keine verderbliche Ware verkauft.
So wie die Fleischerei Pfandl in der Villacherstraße, wo man Umsatzeinbußen von mehr als minus 50 Prozent zu beklagen hat: "Es geht jeden Tag bergab und ich mache derzeit 10.000 bis 15.000 Euro Schulden monatlich. Wir haben kaum Kunden, dabei kommt das Schlimmste erst", sagt Alfred Pfandl, der auch von der Laufkundschaft abhängig ist.
Ohne Gehsteig
Sobald die linke Fahrspur fertig ist, muss die rechte Seite erneuert werden. Das bedeutet, dass der Gehsteig für Wochen nicht vorhanden sein wird. Dies wird auch für die Videothek ein Problem: "Bei uns muss alles schnell gehen. Der Kunde will nicht weit gehen, nur weil er eine DVD zurückbringen muss", sagt Peter Siutz vom Videomarkt, der im Vergleich zu den Vorjahren auch 65 Prozent Umsatzeinbußen hinnehmen muss: "Ohne Rücklagen ist man derzeit verloren", so Siutz. Auch der Zoofachhandel und Angelsport Wohlfahrt hat zu












