Über Umwege in die Innenstadt
Metnitzbachverbauung: In Friesach muss wegen der Bauarbeiten immer wieder die Bahnhofstraße gesperrt werden. Die Kleine Zeitung fragte, was die Frie-sacher dazu sagen.

Foto © HirschlWährend der Bauarbeiten an der Metnitzbachbrücke ist die Zufahrt in die Friesacher Innenstadt für den Autoverkehr gesperrt
Die Verbauung des Metnitzbaches ist eines der großen, mehrjährigen Projekte in der Stadtgemeinde Friesach, die es zu behandeln gilt. Vor Kurzem wurde mit dem zweiten Teil des zweiten Bauabschnittes begonnen. Dieser beinhaltet auch die Metnitzbrücke. Die Folge ist eine Sperre der Brücke und der Bahnhofstraße für den Autoverkehr, um verschiedenste Vorarbeiten mit schweren Baumaschinen erledigen zu können. Die Innenstadt ist während der Sperre daher nur über Umwege zu erreichen.
Zeitlich beschränkt. "Umständlich ist es schon, da ich die Innenstadt nun über Umwege erreiche. Für die Belebung der Innenstadt finde ich diese Sperre nicht gut. Gott sei Dank ist es aber zeitlich beschränkt", sagt ein Friesacher Geschäftsmann. Bauarbeiter fräsen gerade die Straße auf, die ja versetzt wird. Ein Bagger gräbt am Ufer des Baches, um den Durchfluss zu verbreitern. "Ich hoffe, dass die Bauarbeiten zügig vorangehen und bald abgeschlossen werden. Der Verkehr ist hier groß, weil es die Hauptroute zum Hauptplatz ist. Positiv ist, dass durch diese Bauarbeiten die Hochwassergefahr geringer wird", sagt ein Anrainer, der unmittelbar bei der Baustelle wohnt und den Baufortschritt genau im Auge hat. "Es hat mehrere Jahre gedauert, bis endlich angefangen wurde zu bauen", sagt er. Vorherrschend ist aber die Einsicht, dass dieses Projekt notwendig ist. "Es ist zwar schlecht, dass während der Sperre alle über die Lasten- oder Industriestraße in die Stadt fahren müssen, trotzdem muss diese Verbauung gemacht werden", so eine Friesacherin.
Keine Einbahnregelung. "Wenn die Sperren kurzfristig sind, dann ist es kein Problem. Trotzdem wäre es wichtig, jetzt die bestehende Einbahnregelung in der Bahnhofstraße während dieser Zeit aufzuheben. Eine Behelfsbrücke wäre zu teuer", sagt ein Friesacher, der täglich über die Metnitzbachbrücke zu seinem Arbeitsplatz am Hauptplatz fahren muss.
Noch nicht vorgesehen. Die Behelfsbrücke, die die Fahrt in die Stadt ermöglichen soll, ist in dieser Zeit aber noch nicht vorgesehen. Diese solle laut der Friesacher Amtsleiterin Irmgard Lechner-Pirker erst kommen, wenn die Brücke selbst neu gebaut werde.
Features
Metnitzverbauung
Projekt. 1998 wurde in Friesach mit dem Hochwasserschutz an der Metnitz begonnen. Bis 2009 wurde der erste Bauabschnitt und der erste Teil des "Bauabschnitt 02" umgesetzt. Der zweite Teil ist die Fortsetzung der bisher getätigten Hochwasserschutzmaßnahmen und ein Bestandteil des Gesamtprojektes "Metnitz- Regulierung". Beim jetzigen Bauabschnitt ist auch die neue Metnitzbrücke mit dabei.
Sperren. Laut Straßenbauabteilung der Stadtgemeinde: Vom 11. bis 15. Mai bis 14 Uhr, vom 18. bis 20. Mai ganztägig. Sperren gab es bereits vom 15. bis 17. April und vom 20. bis 24. April.
Ziel. Die Ortschaften Grafendorf und das Stadtgebiet von Friesach bis Engelsdorf vor einem hundertjährigen Hochwasser zu schützen.













