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Zuletzt aktualisiert: 21.02.2009 um 22:00 UhrKommentare

Mitten unter den mächtigsten Männern der Weltgeschichte

John F. Kennedy und Nikola Chrustschow - der St. Veiter Jürgen Michael Bartsch lernte in seinem Leben fern der Heimat große Politiker kennen.

Neugierig auf die große weite Welt war der St. Veiter Jürgen Michael Bartsch (73) schon in jungen Jahren. Schon als Student (Staatswissenschaften und Russisch-Dolmetsch) hatte er den Wunsch in die Sowjetunion zu reisen. "Leider war zu dieser Zeit ein Studentenaustausch aber noch nicht möglich", sagt Bartsch.

Keinen Moment gezögert. Schon im Berufsleben, erreichte ihn 1961 die Anfrage, ob er noch an einem Austausch interessiert sei. Bartsch zögerte keinen Moment und nahm das Angebot an. Während seines einjährigen Aufenthaltes in Moskau lernte er bei einem Staatsbesuch des österreichischen Bundeskanzlers Alfons Gorbach - Bartsch war dort als Dolmetscher tätig - Regierungschef Nikola Chrustschow persönlich kennen. Der sowjetische Politiker sollte nicht der letzte mächtige Mann gewesen sein, den Bartsch persönlich gegenüberstehen würde.

Gespräch mit John F. Kennedy. "Nach meinem Aufenthalt in Moskau ging ich für ein paar Monate in die USA", erinnert er sich noch genau daran, wie er dort dem damals mächtigsten Mann der USA, John F. Kennedy, begegnete und mit ihm auch ins Gespräch kam. Aus Amerika weg, ging es für den St. Veiter gleich weiter nach London, wo er ein Post-Graduate-Studium in Angriff nahm. "Nachdem ich mein Diplom in Internationale Beziehungen erfolgreich abgeschlossen hatte, zog es mich nach Paris. Ich wollte unbedingt auch noch Französisch lernen", sagt Bartsch. Die Stadt an der Seine war dann auch der Ort, an dem der "Kosmopolit" sesshaft wurde. 34 Jahre lang arbeitete Bartsch bei der OECD, wo er für die Beziehungen mit den Opec-Staaten zuständig war. Ein weiterer mächtiger Mann, den Bartsch dadurch kennen lernte, war der jetzige russische Außenminister Sergei Lavrov, mit dem er damals Verhandlungen führte.

Vermittler. Sein Beruf brachte es auch mit sich, dass es ihn oft nach Kuwait, Saudi-Arabien und nach Abu-Dhabi führte. Bald schon gehörten auch die Beziehungen mit den ostasiatischen Ländern zu seinem Aufgabenbereich. "Ich habe alles in die Wege geleitet, dass Korea Mitglied der OECD wird", sagt der Diplomdolmetscher stolz.

Kein Heimweh. Heimweh nach Kärnten kannte Bartsch in all den Jahren nicht: "Ich bin dort zuhause, wo ich Freunde habe", sagt der 73-Jährige. Auch heute lebt Bartsch noch immer gerne in Frankreich. "Sechs Monate verbringe ich mit meiner Frau in Paris, die restliche Zeit in unserem Haus in Kraig."

PETRA LERCHBAUMER

Michael Bartsch

Stationen. Nach Aufenthalten in Moskau, den USA und London kam Jürgen Michael Bartsch 1965 nach Paris, wo er 34 Jahre bei der OECD tätig war.
Im Zentrum der Macht. In seiner beruflichen Laufbahn lernte er Politiker wie Nikola Chrustschow, John F. Kennedy oder Sergei Lavrov persönlich kennen.

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