Drei machen Jagd auf Schratter
Kandidaten von ÖVP, Heimatliste und BZÖ wollen Hüttenbergs SPÖ-Bürgermeister "stürzen".

Foto © KanatschnigHüttenberg kämpft gegen Abwanderung: Alle Bürgermeister-Kandidaten sind daher fürs Tibet-Hotel
Genau 51 Prozent Zustimmung hatte der Hüttenberger SPÖ-Bürgermeister Rudolf Schratter bei den Wahlen im Jahr 2003. Er tritt gegen Albrecht Prader (ÖVP), Hildegard Lampl (Heimatliste) und Sepp Ofner (BZÖ) an. Wirkliche Gelüste auf den Bürgermeister-Sessel hat aber nur Ofner.
An Gemeidne denken. "Der Bürgermeister denkt nicht an die Gemeinde", fährt Ofner mit harten Geschützen auf. Der Geschäftsführer der Musikakademie ist erstmals Spitzenkandidat. 2003 hatte die FPÖ, die es in Hüttenberg nicht mehr gibt, aber "nur" 18,5 Prozent. Bürgermeister Rudolf Schratter will es aber noch einmal wissen und gibt sein Amt nicht kampflos her. "Wir sind jetzt gerade in einer Zwischenphase mit dem Tibet-Hotel. Ich verfüge über sehr gute Kontakte", sagt Schratter. Daneben möchte er, sollte er wieder Bürgermeister werden, zum Beispiel ein Sport- und Jugendzentrum errichten. Für das Tibet-Hotel will er sowieso kämpfen. Konkurrentin Hildegard Lampl von der Heimatliste streut Schratter gleich Blumen: "Unser jetziger Bürgermeister ist ein fähiger Mann, das müssen wir ihm erst nachmachen." Dennoch wird sie ihn nicht wählen, sondern will mit ihrer Heimatliste ihre zwei Mandate verteidigen. Und: "Die Mehrheit der SPÖ brechen."
ÖVP-Spitzenkandidat. Albrecht Prader ist der Spitzenkandidat der ÖVP. Ein Mandat hat seine Fraktion, eines möchte er noch. Er will für Hüttenberg ein Go-Mobil beziehungsweise ein Gemeindetaxi umsetzen. Und natürlich tritt er für das Tibet-Hotel ein: "Das wäre für uns ideal", sagt er.
Features
Fakten
SPÖ. Bei Wahl 2003 Partei 52,2 Prozent, Schratter 51 Prozent.
BZÖ. Gab es noch nicht.
ÖVP. Partei 10,2 und 7,9 Prozent.
Heimatliste. 15,7 und 22,5.
Foto

Rudolf Schratter (SPÖ)Foto © KK
Foto

Sepp Ofner (BZÖ)Foto © KK
Foto

Albrecht Prader (ÖVP)Foto © KK














