Der Storch kommt immer seltener
Die Geburtenbilanz im Bezirk St. Veit hält mit dem österreichweiten Trend mit. Im Vergleich zum Jahr 1956 ist sogar ein Rückgang von über zwei Drittel zu verzeichnen.

Foto © APAIm Bezirk St. Veit werden immer weniger Babys geboren
Österreichweit gehen die Geburtenzahlen zurück. Leider verzeichnen auch die einzelnen Gemeinden des Bezirks tendenziell einen Geburtenrückgang. War der Storch in der Nachkriegszeit noch fleißig, scheint er immer seltener den Bezirk St. Veit aufzusuchen.
Baby-Boom. In der Kärntner Nachkriegsgeschichte wurden in den Jahren 1946 und 1947 die meisten Geburten gezählt. Danach gab es einen leichten Geburtenrückgang bis zum Babyboom in den Jahren 1955 bis 1965. "Im Bezirk St. Veit war das geburtenstärkste Jahr - mit 1498 Babys - 1956. Im Gegensatz dazu war bisher das geburtenschwächste Jahr 2005. Nur 484 Babys kamen zur Welt", sagt Peter Ibounig von der Landesstelle "Statistik Kärnten". Das ist ein Rückgang von rund zwei Drittel oder 67,7 Prozent. "Der Bezirk St. Veit hat eine ungünstige Altersstruktur. Die Randgemeinden verzeichnen eine starke Abwanderung von vor allem jungen Leuten. Genau diese aber gründen Familien. Die Auswirkung kann man nun an der Statistik erkennen", sagt Ibounig.
Zahlen werden geprüft. Die vorläufige Zahl der Lebendgeborenen im Bezirk St. Veit für das Jahr 2008 liegt bei 427 (die Zahlen für 2008 werden derzeit vom Statistikamt noch überprüft). Bleibt es bei dieser Zahl, wäre dies die geringste im Bezirk jemals registrierte Geburtenzahl seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen. Auch wenn im Vergleich zum Jahr 2007 einige Gemeinden ein Plus verzeichnen können, ist derzeit noch keine eindeutige Tendenz nach oben hin erkennbar.
Features
Geburtenbilanz
Geburtenentwicklung.
1980. 797
1990. 704
2000. 553
2001. 523
2002. 538
2003. 513
2004. 499
2005. 484
2006. 514
2007. 489
2008. 427
Geburtszahlen nach Bezirksstädten im Vergleich zum Jahr 2007.
Althofen. 2007: 48 (20 weiblich, 28 männlich). 2008: 56 (32 weiblich, 24 männlich).
Friesach. 2007: 38 (20 weiblich, 18 männlich). 2008: 40 (20 weiblich, 20 männlich).
St. Veit. 2007: 108 (51 weiblich, 57 männlich). 2008: 72 (35 weiblich, 37 männlich).
Straßburg. 2007: 21 (8 weiblich, 13 männlich). 2008: 17 (11 weiblich, 6 männlich).














