Das Rotwild im Metnitztal ist in Gefahr
Viel Schnee und zahlreiche Wildschweinrudel machen dem Metnitztaler Wild zu schaffen. Jäger setzen daher verstärkt auf Fütterung für das Rotwild und überlegen Bejagungsstrategien der Wildschweine.

Foto © KK/Privat, HirschlRotwild Population im Metnitztal leidet unter Schnee
Mit 30.000 Hektar verfügt die Gemeinde Metnitz über eine der größten Jagdflächen in Kärnten. Bekannt ist sie vor allem für sein Rotwild mit rund 2000 Stück, aber auch Reh-, Gams- oder Muffelwild leben dort. Derzeit haben die rund 400 Jäger - zehn Prozent davon sind Frauen - aber mit einigen Problemen zu kämpfen.
Natürliches Futter. "Durch die hohen Schneelagen und die tiefen Temperaturen ist unser Wild derzeit in seinem Bestand extrem gefährdet. Der viele Schnee kostet dem Wild viel Energie, belastet sie schwer. Bleiben sie im Schnee stecken, könnten sie Opfer von Raubwild wie Adler oder Fuchs werden", sagt Hegeringleiter Günther Auer. Deshalb sei es notwendig, dass die Jäger pünktlich und ausreichend mehrmals die Woche mit natürlichem Futter die Tiere versorgen. "So kann der hohe Energieverbrauch der Tiere gedeckt werden. Wenn man das Wild nicht füttert, verhungert es oder wandert in den tiefer gelegenen Wirtschaftswald ab, wo es Schäden verursachen kann", sagt Auer. 15.000 Kilogramm Raufutter verbraucht Auer in einer Fütterungsperiode im Winter. Er appelliert auch an andere Nutzer der Natur, die Ruhe der Tiere nicht zu stören, um sie nicht im Bereich der Fütterung zu verscheuchen.
Zunahme der Wildschweine. Eine Gefahr für alle Wildarten stellt die aktuelle Schwarzwildplage dar. "Die Wildschweinpopulation in Metnitz nimmt jährlich zu, über 100 Tiere sind es derzeit. "Sie verursachen Schäden an landwirtschaftlichen Flächen, wühlen Wiesen auf, greifen das Jung- und Niederwild an", sagt Auer. Die Jäger denken daher über revierübergreifende Maßnahmen nach. "Wir werden eine Bejagungsstrategie für die Zukunft entwickeln, um bewusst den Wildschweinbestand zu reduzieren, sagt Auer.
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Die Tiere bleiben immer wieder stecken ...Foto © KK/Privat, Hirschl
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... und verlieren EnergieFoto © KK/Privat, Hirschl
Metnitzer Hegeschau
Was? Hegeschau - ausgestellte Trophäen von vier Hegeringen werden präsentiert und bewertet. Über Ergebnisse, wildbiologische Erkenntnisse und gesetzliche Neuerungen wird am Samstag, ab 14 Uhr, berichtet.
Wann? Freitag, 16. Jänner, ab 18 Uhr und Samstag, 17. Jänner, ab 9 Uhr im Gasthof Rabensteiner.
Musik? Jagdhornbläsergruppe St. Hubertus und Männergesangsverein Metnitz.













