Zweiter Chef für Bergbahnen?
Zwei neue Aufsichtsräte für die Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen.
Am Freitag ist die Aufsichtsratssitzung der Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen-Gesellschaft anberaumt. Um es vorwegzunehmen: Die Absetzung von Bergbahnen-Chef Rudolf Egger steht nicht auf der Tagesordnung.
Wirbel. Im Frühjahr dieses Jahres gab es einen veritablen Wirbel in Bad Kleinkirchheim, weil Bürgermeister Matthias Krenn mit allen Mitteln die Absetzung von Egger betreiben wollte und dafür Vollmachten gesammelt hat. Ob Krenn damit nicht durchgekommen ist oder ob das Land Kärnten, das über die Tourismusholding zu 48 Prozent an den Bergbahnen beteiligt ist, nicht mitgespielt hat, lässt sich nur vermuten.
Spannend. Dennoch wird es bei der Aufsichtsratssitzung spannend werden. Neben den bisherigen Aufsichtsräten Friedrich Morri, Markus Ronacher, Peter Fritzer, Karl Steinberger und Wolfgang Schneeweiß, sollen noch zwei weitere in den Aufsichtsrat einziehen. Wer es sein wird, wusste Holding-Chef Morri gestern angeblich selbst noch nicht. "Es sollten Personen mit regionaler und überregionaler Kompetenz sein", meinte Morri kryptisch. Im Ort werden die Namen Peter Pertl, Leiter der Raiffeisen-Tochter V&V, Johann Görtschacher, Vorstand der Raika BKK, und der Bürgermeister selbst kolportiert. Besonders pikant: Zwischen Bergbahnen und Raiffeisen läuft ein Schiedsgerichtsverfahren, bei dem es um eine Million geht.
Neu. Ein neu zusammengesetzter Aufsichtsrat könnte Egger absetzen, dazu dürfte es aber nicht kommen, weil eine zweite Variante ins Spiel gebracht worden ist: Bis Februar soll ein zweiter Geschäftsführer ausgeschrieben werden, der Egger auf die Finger schauen soll. Eggers Vertrag läuft mit Ende 2009 aus. Morri: "Der Betrieb ist so groß geworden, dass man einen technischen und einen kaufmännischen Direktor braucht." Kritiker sehen in der Installierung des zweiten Geschäftsführers eine Schwächung der finanziellen Situation der Bergbahnen. Unter 200.000 Euro im Jahr ist eine Person in dieser Position wohl nicht zu haben. Vor allem dürfte die Geschäftsführung in Zukunft wohl entlastet werden, ist es doch der Wunsch Krenns, künftig das Management von Römerbad und neuer Kathrein-Therme in die Hände der Althofen-Betreiber Humanomed zu legen.













