Schwarzes Schaf als Maskottchen für Kärntner Häftlinge
Die Justizanstalt-Außenstelle Rottenstein erhielt vom Verband der Kärntner Brillenschafzüchter ein dunkles Schaf als Geschenk.

Foto © Helmuth WeichselbraunPeter Bevc und Valentin Karl mit den Zucht-Schafen
Mit einem außergewöhnlichen Geschenk hat sich der Verband der Brillenschafzüchter Kärntens bei der Außenstelle der Klagenfurter Justizanstalt in Rottenstein eingestellt. Obmann Friedhelm Jasbinschek bedachte Anstaltsleiter Peter Bevc im Rahmen einer Erntedankfeier mit einem schwarzen Schaf. In Rottenstein wird neben Rinder- und Schweinezucht seit dem Frühjahr auch die Zucht von Brillenschafe - einer alten, autochthonen Haustierrasse - betrieben.
Schaf "in Haft".
"Schwarze Schafe landen normalerweise vornehmlich im Kochtopf, da sie für die Zucht ungeeignet sind", erklärte Jasbinschek gegenüber der APA. Die Kombination - Zuchtbetrieb und Strafvollzug - habe ihn jedoch dazu bewogen, das im Frühjahr geborene Lamm zu verschonen und quasi "in die Justizanstalt einzuliefern".
"Ferdl".
Ganz verschont wurde das Schaf allerdings nicht: Um keine Unordnung in den Genpool der in Rottenstein bestehenden Herde zu bringen, wurde aus dem Widder ein Hammel. Anstaltsleiter Bevc fand für den neuen "Insassen" spontan einen Namen, der Hammel hört ab sofort auf den Namen "Ferdl".
Therapeutische Wirkung.
Das landwirtschaftliche Anwesen der Kärntner Justiz liegt bei St. Georgen am Längsee (Bezirk St. Veit) und wird seit Jahren von Straftätern bewirtschaftet. Ziel ist es, den Häftlingen sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten. "Die Arbeit mit Tieren hat aber auch eine therapeutische Wirkung", erklärte Bevc. Die Häftlinge lernen - unter strenger Aufsicht der Justizwache - Verantwortung zu übernehmen und werden so wieder auf ein Leben in Freiheit vorbereitet.
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Brillenschafe
Vor etwa 15 Jahren galt das Brillenschaf in Österreich als ausgestorben Mit viel Ausdauer und der finanziellen Unterstützung durch Europas größte Optikkette Fielmann AG gelang es aber dem pensio-
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