LienzDie Abschusszahlen erreichten Höchstwert

Osttirols Jäger erlegten im abgelaufenen Jagdjahr 4808 Stück Wild. Bezirksjägermeister Martin König wird 2019 nicht mehr zur Wahl antreten.

2846 Trophäen aus dem abgelaufenen Jagdjahr wurden bewertet © RUGGENTHALER
 

Gebetsmühlenartig erging Jahr für Jahr der Appell an die Osttiroler Jäger, die Abschusspläne zu erfüllen. Offensichtlich hat das gefruchtet. „Der Schalenwild-Gesamtabschuss im abgelaufenen Jahr lag bei 4808 Stück. Das ist ein Höchstwert“, sagte Bezirksjägermeister Martin König beim Bezirksjägertag. Und er sprach von hervorragender Arbeit der der Abschussplanerfüllung. Der Gesamtabgang an Wild betrug 5973 Stück – ebenfalls ein Höchstwert. Die hohe Gesamtabgangszahl resultierte aus den hohen Fallwildzahlen, zu denen laut König auch der harte Winter beigetragen hat. Allein beim Rehwild gab es hier 1056 Stück.

Bezirksjägermeister Martin König Foto © Ruggenthaler

Der Überhang an Rotwild bleibt Sorgenkind der heimischen Jägerschaft. 91 Prozent Abschussplanerfüllung bei dieser Wildart nannte Bezirkshauptfrau Olga Reisner beim Jägertag als nicht zufriedenstellend. Über die Bejagung des Rotwildes hielt der akademische Jagdwirt und Berufsjäger Stefan Pfefferle aus dem Allgäu ein erfrischendes aber lehrreiches Referat – mit der Quintessenz, dass nur sichtbares Rotwild erlegt werden kann.

Martin König ging auch darauf ein, dass das Freizeitverhalten der Menschen gegenüber Wald und Wild die Osttiroler Jäger in Zukunft beschäftigen werde. Und König hat seine Zweifel, „dass es ohne Ge- und Verbote geht“. Der Landesjägerverband will bei der Politik darauf drängen, dass vermehrt Wildruhezonen eingerichtet werden. Diese Ansage kam von Artur Birlmair, dem stellvertretenden Landesjägermeister, der auch klare Worte um Thema Wolf fand: „Der Wolf ist ein vor der Haustüre stehendes Problem und für die Jäger kein vom Aussterben bedrohtes Tier“.

König wartete noch mit einer überraschenden Ankündigung auf: „2019 sind Neuwahlen. Ich werde dann nach 18 Jahren Bezirksjägermeister nicht mehr antreten.

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